Ehemalige Musikschüler werden Profimusiker

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Ellen Valerius (links) und Christina Thormann haben sich ein Programm für das Jubiläumswochenende ausgedacht.
Ellen Valerius (links) und Christina Thormann haben sich ein Programm für das Jubiläumswochenende ausgedacht. (Foto: Anna-Lena Buchmaier)

Ein Haus, zwei Institutionen, ein Jubiläum: Die Alte Schule wird 30 Jahre alt. Anlässlich dieses Jubiläums laden die städtische Musikschule und die Stadtbibliothek die Bevölkerung am Wochenende des 13. bis 15. Juli ein, das Kulturzentrum zu besuchen.

Gäste erwartet ein literarisch-musikalisches Programm, das sowohl die Handschrift der Musikschulleiterin Ellen Valerius als auch jene der Bibliothekarin Christina Thormann trägt. Auftakt für geladene Gäste macht der Vortrag des Chefarztes der Neurologie am SRH-Krankenhaus Sigmaringen, Dr. Oliver Neuhaus, zum Thema „Die Neurologie der Musik – die Musik der Neurologie“ am Freitag, 13. Juli. Der Arzt zeigt auf, was es ausmacht, sich im Kindes- und Jugendalter mit Musik zu beschäftigen“, erklärt Musikschulleiterin Valerius, und spielt damit auch auf den Bildungsauftrag ihrer Einrichtung an. Der Festakt soll ein „buntes Treiben“ werden, bei dem ein Querschnitt des Angebots sichtbar wird. Der Eintritt zu den Programmpunkten ist frei, der Förderverein der Musikschule bewirtet.

Am Samstag, 14. Juli, findet ab 11 Uhr ein Open-Air-Konzert auf dem Hof der Alten Schule statt. Mehr als 150 Musikschüler haben sich in verschiedenen Ensembles – von Big Band bis Streichorchester – zusammen geschlossen und präsentieren den Gästen, was sie einstudiert haben. Der Fokus, erklärt Ellen Valerius, liege auf der Musik, die in den 80er-Jahren, also der Gründungszeit des Kulturzentrums, gespielt wurde. So stehen neben klassischen Kompositionen von Haydn auch Elton John, U2 und sogar Iron Maiden und Judas Priest auf dem Programm. Auch bekannte Filmmusik wie etwa das Star-Wars- oder Muppet-Show-Theme werden gespielt. Ab 13 Uhr zeigt dann auch die Stadtbibliothek ihr Angebot. Für kleine Kinder gibt es Vorlesegeschichten, wer gern bastelt, kann alte Bücher mit Orimoto-Technik in Kunstwerke verwandeln. Ein Bücherflohmarkt und eine Malecke rundet das Angebot ab.

Wie gewohnt können Kunden auch Medien ausleihen oder sich elektronische Medien erklären können. Für Kinder gibt es eine Rallye durch die Alte Schule, auf dem Schulhof sing Liedermacher Markus Mielert aus seinem Programm „einfach leben“. Außerdem, verrät Bibliothekarin Christina Thormann, kommt ein pelziger Überraschungsgast für Kinder vorbei...

„Die Programmpunkte sind aufeinander abgestimmt“, sagt Thormann. Um 14 Uhr treten die Gruppen aus der musikalischen Früherziehung auf, um 15 Uhr wird der Klavierzyklus „Ferienzeit“ zur Aufführung kommen.

Verbindendes Element soll im Fokus stehen

„Wir wollen uns den Kunden und Interessierten an diesem Wochenende präsentieren und auch allen Unterstützern danke sagen“, so Ellen Valerius. Die Veranstaltungen seien so gewählt, dass oftmals das verbindende Element der beiden Einrichtungen im Fokus stehe. „Bibliothek und Musikschule haben viele Schnittmengen“, sagen die beiden Frauen. So auch der Programmpunkt am Sonntag. Um 11 Uhr gibt es ein Matineekonzert der Gesellschaft für Kunst und Kultur, die die Räumlichkeiten der Alten Schule immer wieder als Konzertstätte nutzt.

Ehemalige Schüler der Musikschule, die auf dem Weg dazu sind, Profimusiker zu werden oder es bereits sind, werden dann auftreten: Nicholas und Gregory Ciesla (Violine), Chiaki Nagata (Klavier), Eva Barsch (Violine) und Julia Wetzel (Blockflöte). Sie begannen alle ihre Ausbildung am Instrument in der Alten Schule.

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