Mehrere Verletzte in LEA Sigmaringen: Polizei rückt zu Großeinsatz aus

Zu einem größeren Polizeieinsatz ist es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) Sigmaring
Zu einem größeren Polizeieinsatz ist es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) Sigmaringen gekommen. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand (dpa)/Michael Hescheler (Symbol))
Schwäbische.de

Zu einem größeren Polizeieinsatz ist es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) Sigmaringen gekommen. Das teilt die Polizei mit.

Kurz nach Mitternacht war die Polizei alarmiert worden, nachdem drei Mitarbeiter des vor Ort eingesetzten Sicherheitsdienstes von zwei Personen unvermittelt angegriffen und dabei teils verletzt worden waren.

Nachdem die beiden Angreifer von der Polizei in Gewahrsam genommen werden konnten, solidarisierte sich eine Gruppe von etwa 30 bis 40 Bewohnern mit dem Duo und bedrängte die Polizei- und Sicherheitskräfte.

Ein verletzter Bewohner

Die Situation drohte zu eskalieren, nachdem eine Person schreiend und in provozierender Weise auf die Beamten zugelaufen kam und sich ohne Vorwarnung mit einer Rasierklinge einen tiefen, stark blutenden Schnitt in die Armbeuge beibrachte.

Der Mann musste von der Polizei überwältigt und bis zum Eintreffen des alarmierten Rettungsdienstes erstversorgt werden. Er wurde später in das Krankenhaus eingeliefert, wo eine Notoperation seinen Gesundheitszustand stabilisieren konnte.

Nur durch Zusammenziehen weiterer Polizeistreifen, auch aus umliegenden Polizeipräsidien, gelang es schließlich, die Situation zu beruhigen und weitere Straftaten zu verhindern.

Ermittlungen gegen Tatverdächtige

Die beiden Tatverdächtigen, denen vorgeworfen wird, den Sicherheitsdienst angegriffen zu haben, mussten den Rest der Nacht in polizeilichem Gewahrsam verbringen. Gegen sie wird nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung ermittelt.

In diesem Zusammenhang muss auch geklärt werden, was der Grund für den unvermittelten Übergriff gewesen sein könnte.

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