Dirigent Franke: „Es gibt noch viel Luft nach oben“

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 Die Geehrten der Stadtkapelle Sigmaringen (von links): Thomas Seßler (Horn) 30 Jahre, Markus Weizenegger (Posaune) 30 Jahre, Ma
Die Geehrten der Stadtkapelle Sigmaringen (von links): Thomas Seßler (Horn) 30 Jahre, Markus Weizenegger (Posaune) 30 Jahre, Maria Ostermaier (Klarinette) 20 Jahre, Horst Kohler (stellvertretender Vorsitzender), Uta Stehle (Posaune) 20 Jahre, Eduard Dreher (Trompete) 40 Jahre, Susanne Seßler (Klarinette/Dirigentin FortisSIGmo) Dirigentennadel in Bronze, Niklas Baumeister (Vorsitzender), Helmut Barth Verbandsvorsitzender . Es fehlt: Monika Hägele (Querflöte) 10 Jahre. (Foto: Elisabeth Weiger)

Vorsitzender und Dirigent der Stadtkapelle Sigmaringen ermahnen die Mitglieder zu einem engagierteren Besuch der Proben. „Mir hat es Spaß gemacht, und ich bereue es nicht, die Wahl angenommen zu haben“, beteuerte der 24-jährige Vorsitzende Niklas Baumeister, der seit einem Jahr das Amt ausübt, mahnte jedoch einen regelmäßigen Probenbesuch, die Auseinandersetzung mit dem Notenmaterial im Vorfeld und mehr Disziplin während der Proben an.

Dirigent Mario Franke unterstützte den Appell des Vorsitzenden an die Musiker am vergangenen Freitagabend bei der Hauptversammlung in der Cafeteria des Josefinenstifts. „Es gibt noch viel Luft nach oben, 63 Prozent Anwesenheit bei Auftritten und Proben ist einfach zu wenig, ich erwarte 80 Prozent.“

Dem Bezirksvorsitzenden des Blasmusikverbands Sigmaringen, Helmut Barth, oblag es, die Ehrungen verdienter Blasmusiker durchzuführen. Für ihre langjährige Treue und Verlässlichkeit als aktive Mitarbeiter in der Stadtkapelle, einem wichtigen Aspekt für die gute Qualität der musikalischen Arbeit, zeichnete er Monika Hägele (Querflöte) für ihre zehnjährige aktive Mitgliedschaft mit der bronzenen, Maria Ostermaier (Klarinette) und Uta Stehle (Posaune) für 20 Jahre mit der silbernen sowie Thomas Seßler (Horn) und Markus Weizenegger (Posaune) für 30 Jahre Zugehörigkeit mit der goldenen Ehrennadel des Blasmusikverbands Baden-Württemberg aus.

„Wer 40 Jahre lang Musikant ist, muss aus einem besonderen Holz sein“, mit diesen Worten leitete Barth zu Edi Dreher über, einem Trompeter, der sein Instrument „mit Herzblut bespielt und seinen Idealismus an junge Musikanten weitergibt“ und überreichte ihm die goldene Ehrennadel mit einem Diamanten. Eine besondere Ehrung erfuhr Susanne Seßler, die nach zehn Jahren den Dirigentenstab an ihren Nachfolger Mario Franke weitergibt. Als Dirigentin der Jugendorchester setzte sie sich ausdauernd und unermüdlich für ihre Musikanten ein, sei es als Vermittlerin neuer Noten und Programme oder auch als „Motivationskünstlerin, Kummerkasten und Alleinunterhalterin“, so Helmut Barth.

Jahreskonzert auf Spendenbasis

Wurden die einzelnen Programmpunkte kommentarlos von den Anwesenden entgegengenommen, so nahm die Versammlung mit dem letzten Programmpunkt (Aussprache, Wünsche, Anregungen) noch einmal Fahrt auf. Weit über eine Stunde lang diskutierten die Anwesenden über die dringend notwendige Sanierung des Proberaumes, die Effizienz von Probewochenenden und die seit Jahren stagnierenden Besucherzahlen der Jahreskonzerte. Gerade der letzte Punkt nahm breiten Raum in der sachlich geführten Diskussion ein. Mit dem Versuch, das nächste Jahreskonzert auf Spendenbasis anzubieten, hofft Vorsitzender Mario Baumeister, die Zahl der Konzertbesucher deutlich zu steigern.

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