Die zweite Begabung des Hofmalers Gustav Bregenzer

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 Gustav Bregenzer, hier in einem Selbstporträt dargestellt, hat auch Gedichte verfasst.
Gustav Bregenzer, hier in einem Selbstporträt dargestellt, hat auch Gedichte verfasst. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Fast ganz verschollen und vergessen waren die Gedichte, die der Sigmaringer Hofmaler Gustav Bregenzer – neben seiner künstlerischen Tätigkeit als Maler – zu Papier gebracht hatte. Sein Urenkel Peter Haas hat diese Gedichte veröffentlicht und stellt sie, angereichert mit kleinen Familienanekdoten, am Montag, 13. Januar, ab 20 Uhr im Staatsarchiv Sigmaringen vor.

Wer sich in die lyrischen Texte vertieft, der wird merken, dass der Maler Bregenzer, der von 1850 bis 1919 gelebt hat, auch eine zweite Begabung hatte: die eines Dichters. Neben den „Malerischen Hirngespinnsten“, einem kleinen Bändchen, das Bregenzer 1885 selbst veröffentlichte, befinden sich im Familienbesitz weitere handschriftliche Gedichte aus den späten Lebensjahren des Malers.

Gedichte handeln von Alltag und Gefühlen

Die Gedichte spiegeln ein weites Spektrum der Alltags- und der Gefühlswelt wider. Und in vielen dieser Texte blitzt ein tiefgründiger Humor auf, mit dem sich der Autor offensichtlich über die Selbstzweifel und die Widernisse seines Künstlerdaseins hinwegtröstete.

Peter Haas ist Handwerksmeister und promovierter Philosoph. Gearbeitet hat er als Maler, Archäologe, Verleger, Kaufmann, Zukunftsforscher und im Sozialmanagement. Etwa 30 Berufsjahre verbrachte er in Berlin. Heute lebt er mit seiner Familie in Emmendingen, in der Nähe von Freiburg.

Zusammen mit seiner Frau gründete er 2001 die Stiftung Brücke, die kleine Entwicklungsinitiativen in den ärmsten Regionen der Erde fördert.

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