Die Zukunft beginnt in Gebäude 201

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 Felix Thönnessen, bekannt als Coach aus der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“, erzählt den Gästen bei der Eröffnung, was ein Grü
Felix Thönnessen, bekannt als Coach aus der TV-Sendung „Die Höhle der Löwen“, erzählt den Gästen bei der Eröffnung, was ein Gründer auf keinen Fall vergessen darf: den Vetrieb. (Foto: Fotos: Michael Hescheler)
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Mehr Infos gibt es auf der neu gestalteten Homepage:

www.innocamp-sigmaringen.de

Bürgermeister Marcus Ehm spricht von einem „Meilenstein für Sigmaringen“. Hochschulrektorin Ingeborg Mühldorfer gibt die Richtung vor, in die Sigmaringen gehen wird: „Wir gehen einen großen Schritt von der Kleinstadt hin zu einer Technologie- und Innovationsstadt.“ Im Gebäude der früheren Graf-Stauffenberg-Kaserne ist am Donnerstagabend das Innovations- und Technologiezentrum (ITZ) eröffnet worden. Gründer sollen hier ihre Geschäftsideen voranbringen und sich später auf dem nebenan entstehenden interkommunalen Gewerbegebiet ausbreiten. Das ITZ ist Teil des Innovationscampus, kurz Innocamp, mit dem die Stadt Sigmaringen wirtschaftlich durchstarten möchte. Seine beiden weiteren Standbeine sind die Modellfabrik und eine Akademie, die voraussichtlich bis 2020 im nebenan liegenden Gebäude entstehen werden. Der Geschäftsführer des Innocamp, Alejandro Palacios-Tovar, sagte: „Mit dem ITZ stärken wir die Innovationsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig.“ Da im ITZ noch nicht alles funktioniert – beim Bürgermeister gingen Verbesserungsvorschläge ein, was die WLAN-Stärke anbelangt – erklärte Palacios-Tovar die Einrichtung in städtischer Trägerschaft „selbst zum Start-up“.

Hochschulrektorin Mühldorfer lobte die Zusammenarbeit von Stadt und Campus. Altbürgermeister Thomas Schärer, der ebenfalls unter den Gästen war, sei der maßgebliche Initiator des Innovationscampus. Einrichtungen wie das ITZ seien ein Schlüssel für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, weil die Gründer dort Coaching und Vernetzung erhielten. Die Hochschule, die selbst mit zwei Organisationen ins ITZ einzieht, schuf zwei neue Stellen: sogenannte Innovations- und Transformationsmanager. Es geht darum Forschungsideen zur Marktreife zu führen. ITZ-Leiterin Christin Wohlrath lud hiesige Unternehmer ein, in dem Gebäude eine Auszeit zu nehmen und selbst kreativ zu sein.

Bestsellerautor und Gründungsberater Felix Thönnessen versprühte Gründergeist unter den Besuchern. Seine Botschaft: Gründer sollten die Messlatte nicht zu hoch legen. Eine Innovation könne auch in der Verpackung oder im Marketing liegen. Als Beispiel nannte er die Kondom-Marke „Einhorn“, die ihr Produkt aufgrund ihrer unauffälligen Verpackung, das einer Chipstüte gleicht, erfolgreich vermarktet. Sein Credo: Ein Produkt müsse einen Job erfüllen, so wie die Nylonstrumpfhose, die angeblich nicht reißen kann. Zu guter Letzt müssten Gründer immer an den Vertrieb denken: Ohne klugen Verkauf gehe gar nichts.

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