Die Proben laufen auf Hochtouren

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Die Laiendarsteller aus Jugnau proben in der Schlossgartenhalle für den großen Auftritt.
Die Laiendarsteller aus Jugnau proben in der Schlossgartenhalle für den großen Auftritt. (Foto: Sabine Rösch)
Sabine Rösch

Die Theatergruppe des Musikvereins Jungnau führt am Samstag, 16. November, den Dreiakter „Töchter zu verschenken“ auf. Im Zuge von „Deine Szene – Deine Musik“ liefert die die Jungnauer Musikkapelle den passenden musikalischen Rahmen für das Stück in der Schlossgartenhalle.

Im Jahr 2017 wurde das Theaterspiel in Jungnau, das sich aus Laiendarstellern aus der Musik heraus bildete, nach jahrelanger Pause wieder aufgenommen. Claudia Lehleuter-Pawtowski ergriff damals die Initiative und nahm den 25.Jahrestag der ersten Aufführung im Jahr 1992 zum Anlass, erneut ein Stück zu inszenieren. Mit dem Konzept von Musik und Theater bekam das Projekt einen Anstrich. „Deine Szene-Deine Musik“ war geboren und stellte sich als sehr erfolgreich heraus. Die Wiederholung im vergangenen Jahr bestätigte die Organisatoren, daher stand es außer Frage, auch dieses Jahr wieder zum Theater und zur Musik einzuladen.

Die Proben der beiden gastgebenden Gruppen laufen auf Hochtouren. Die 21 Musiker beschäftigen sich in ihrem Probelokal intensiv mit sechs ausgewählten Liedern, die das Theaterstück umrahmen. Die von den beiden Dirigenten Udo und Edwin Pawtowski sorgsam ausgewählten Stücke reicht von der modernen Interpretation, beispielsweise „These Days“ von Jess Glynne & Dan Caplen, über die klassische Volksblasmusik, bis hin zu Solo-Einlagen bei der Amboss-Polka. Während Udo Pawtowski eher für die modernen Stücke zuständig ist, dirigiert sein Bruder Edwin, der die Gesamtleitung übernimmt, alle anderen Stücke. „Mein Bruder Udo wird sich mit seinem 60.Geburtstag im nächsten Jahr als Dirigent langsam zurückziehen“, verrät Rolf Pawtowski, Vorsitzender der Jungnauer Musiker.

Proben in der Schlossgartenhalle

Parallel finden die Theaterproben auf der Bühne in der Schlossgartenhalle statt. Georg Saum und Rita Zimmerer haben sich dieses Jahr an ein Lustspiel in drei Akten herangewagt. „Im ersten Jahr waren wir gerade mal fünf Schauspieler. Dieses Jahr haben wir einige neue Darsteller gewinnen können und uns daher entschieden, einen Schwank in drei Akten zu spielen“, erklärt Rita Zimmerer, die Regie führt. Insgesamt sind elf Laiendarsteller involviert bei der lustigen Geschichte um Pensionswirt Leo Köberle (Hans-Jürgen Eisele), der drei Töchter zu verschenken hat. Mit seiner Frau Lydia (Sabine Henes) führt er die Pension, die vor allem wegen seiner drei Töchter floriert, die alle im heiratsfähigen Alter sind.

Dass Tochter Helga (Marianne Sammet) bereits Nachwuchs hat und den Vater ihres Kindes aber nicht verrät, macht die Sache nicht einfacher. Nicht viel besser ist die Ausgangslage von Maria (Marita Stegmaier), die schon eine Ehe hinter sich hat und damit vorerst bedient ist von der Männerwelt. Komplettiert wird das Trio von der jüngsten Tochter Conny (Sandra Kudlek), die vermeintlich Haare auf den Zähnen hat, sich nachlässig kleidet und überhaupt gar keine Lust auf das andere Geschlecht hat und schon gar nicht auf eine Heirat. Es kommt wie es kommen muss, ein schüchterner Staubsaugervertreter (Andreas Baur) verliebt sich trotzdem in Conny. Vom heißblütigen Italiener Salvatore (Georg Saum) wird er in die Verführungskünste eingewiesen. Natürlich gehören auch der Bürgermeister Gustav Laber (Christian Weiß) und sein leicht trotteliger Sohn Anton (Patrick Hagg) und der Volksmusiksänger Hinterle (Martin Kudlek) zum Geschehen. Denn als Leo vermeintlich eine Million Euro im Lotto gewinnt, steht die Pension völlig Kopf.

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