Die Klinikseelsorge hilft beim Trauern

Lesedauer: 3 Min
Blumen und Kerzen sind ein Symbol der Trauer.  Archivfoto: Paul Zinken/dpa
Blumen und Kerzen sind ein Symbol der Trauer. Archivfoto: Paul Zinken/dpa (Foto: Archiv: Paul Zinken/dpa)
Schwäbische Zeitung

Abschied und Verlust sind gerade im Zusammenhang mit dem Tod eines nahestehenden Menschen oft einschneidende Erfahrungen. Die Klinikseelsorge am SRH-Krankenhaus Sigmaringen bietet in unterschiedlichen Formen Begleitung auf diesem Weg an.

Die Seele reagiert mit Trauer und Trauer hat viele Gesichter. Eine wichtige Einsicht der vergangenen Jahre ist, dass Trauer nicht einfach nur mit der Zeit verfliegt, sondern wie die Gezeiten am Meer immer wieder zurückkehrt. Auf gute Zeiten und Tage folgen unvermittelt wieder schwierige Momente mit dem Gefühl, da nie rauszukommen.

Doch in diesem Prozess geschehen Veränderungen, die nach und nach einen Weg zurück ins Leben ermöglichen.

Für Eltern oder Großeltern, die um Kind oder Enkelkind trauern, ist die Erinnerung ein wichtiger Mosaikstein im Trauerprozess. Dabei spielt es keine Rolle, wie lange der Verlust zurückliegt. Deshalb steht das Thema „Meine Erinnerung ist wie ein Schatz“ über einem Vormittag, der am Samstag, 28. September, von 9.30 bis 12.30 Uhr in den Räumen des Dekanats Sigmaringen-Meßkirch im Kloster Gorheim in Sigmaringen für betroffene Eltern oder Großeltern angeboten wird.

An diesem Vormittag wird es darum gehen, ganz besonders jenen Erinnerungen nachzuspüren, die kostbar sind und die uns weiterhelfen, trotz des schmerzlichen Verlustes und der Trauer wieder Mut und Vertrauen für das eigene Leben zu finden.

Angeleitet und unterstützt werden die Teilnehmer dabei von Josefine und Armin Wolff sowie Diplom-Psychologin Sonja Weitmann-Hundt.

Ein weiteres Angebot ist die neue Trauergruppe, die sich ab Oktober etwa zehn Mal jeweils mittwochs ab 18 Uhr trifft. Bei diesem Angebot der Klinikseelsorge Sigmaringen werden Menschen auf einem Stück ihres Trauerweges begleitet und erhalten die Möglichkeit mit anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen.

Hier finden Sie einen Raum, wo sie sich erinnern dürfen, Ermutigung erleben und eigene Kräfte aktivieren. Begleitet werden sie dabei von der Klinikseelsorgerin Daniela Segna-Gnant (Trauerbegleiterin DAQTE) und Bettina Müller-Krimm, die ihre persönliche Trauererfahrung mit einbringt.

Das erste Treffen findet am Mittwoch, 9. Oktober um 18 Uhr im Pfarrgemeindehaus, zum Kindergarten 1 in Sigmaringen-Laiz statt.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen