Die Hohenzollern-Kürassiere wagen den Neustart

Lesedauer: 4 Min
Die Hohenzollern-Kürassiere wollen nach vorne blicken (von links): Landtagsabgeordneter Klaus Burger, Albert Steinhauser, Ruth B
Die Hohenzollern-Kürassiere wollen nach vorne blicken (von links): Landtagsabgeordneter Klaus Burger, Albert Steinhauser, Ruth Bösch, Felix Bösch, Wolfgang Kieselbach, Herbert Kanz und Anton Rädle (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Bei der 33. Corpsversammlung der Hohenzollern-Kürassiere ist Rittmeister Anton Rädle in seinem Amt bestätigt worden. Nachdem Josef Riedinger seine Kandidatur zurückgezogen hatte wurde er von den wahlberechtigten 19 Aktiven bei vier Enthaltungen und zwei Gegenstimmen in geheimer Abstimmung wiedergewählt. Zuvor war der verbliebene Beirat des Vereins auf Vorschlag von Anton Rädle zurückgetreten. Wie mehrfach berichtet, hatte es bei der berittenen Garde zuletzt Turbulenzen gegeben. Eine Mediation war gescheitert. Sieben aktive Mitglieder waren ausgetreten. Hintergrund des Streits war die gescheiterte Aufnahme von Frauen in die Männergarde.

Ein aus der Vergangenheit stammender Antrag auf Mitgliederausschluss wurde zwar vom Antragssteller nicht zurückgezogen, jedoch nach Aussprache an den zunächst neu zu wählenden Beirat verwiesen.

Da die Kürassiere unter sich sein wollten, beschränkte sich die Gästeliste auf den Vertreter des Landeskommandos Rittmeister Albert Steinhauser, Fördermitglieder und auf Partnerinnen der Gardisten.

Der Rittmeister räumte Fehler seinerseits ein, rief aber dazu auf, Konfliktursachen nicht ausschließlich bei anderen, sondern zunächst bei sich selbst zu suchen und forderte dazu auf, nun wieder vorwärts gerichtet am selben Strang zu ziehen. Als Dank und Anerkennung für ihr überdurchschnittliches Engagement im vergangenen Jahr, erhielten Robert Ott und Marc Pohlhaus jeweils für neunmaligen Einsatz im Jahre 2017, für zwölf- und 13-maligen Einsatz jeweils Noah Bako und Georg Irmler ein Erinnerungstrinkglas.

Rittmeister Anton Rädle ehrte Leutnant Josef Riedinger und den bisherigen Stabstrompeter Herbert Kanz unter Ernennung zum Ehren-Stabstrompeter mit der Ehrenmedaille in Gold für 25 Jahre aktiven Dienst. Pauker Felix Bösch und Reiter Wolfgang Kieselbach erhielten jeweils eine Ehrenmedaille der Hohenzollern-Kürassiere sowie eine Verdienstmedaille des Landessverbandes Württembergisch-Hohenzollerischer Garden und Wehren in Bronze für zehn Jahre aktiven Dienst. Wachtmeister a. D. Roman Kleinmann wurde in Abwesenheit mit dem Verdienstkreuz in Silber für besondere Verdienste geehrt, Reiter a. D. Wolfgang Huonker, Trompeter a. D. Robert Kanz und Astrid Münzer wurden mit dem Ehrenzeichen in Gold für 25 Jahre fördernde Mitgliedschaft ausgezeichnet. Trompeter a. D. Hartwig Lieb steht nach 20 Jahren aktiver und fördernder Mitgliedschaft das Ehrenzeichen in Silber zu. Ruth Bösch wurde für besondere Verdienste mit dem Verdienstkreuz in Bronze bedacht.

Die Wahlleitung oblag Rittmeister Albert Steinhauser von den Gelben Husaren Altshausen und dem Abgeordneten Klaus Burger. Als Zahlmeister wurde Felix Bösch, als Schriftführer Wolfgang Kieselbach, als Beisitzer für die aktiven Mitglieder wurden Max Bischofberger, Gregor Meichelbeck und Roland Ott, als Beisitzer für die fördernden Mitglieder Ruth Bösch und Markus Müller einstimmig gewählt. Da die Wahl der Offiziere nicht im gleichen Jahr wie die des Kommandanten erfolgen darf, bleiben die Offiziersposten bis zur nächsten Corpsversammlung vakant. Vom Kommandanten wurde Gregor Meichelbeck weiterhin als sein Vertreter und Robert Ott als Pressewart bestimmt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen