Die Freiburger Domsingknaben kommen nach Sigmaringen.
Die Freiburger Domsingknaben kommen nach Sigmaringen. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung
Redaktionsleitung

Der Eintritt ist frei, es werden Spenden für die Chorarbeit der Fidelisknaben Hohenzollern erbeten.

Die Freiburger Domsingknaben unter der Leitung von Domkapellmeister Boris Böhmann konzertieren zur Gründung der Fidelisknaben Hohenzollern am Sonntag, 6. Mai, um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Johann. Die Fidelisknaben werden bei diesem Konzert noch nicht zu hören sein. Das erste eigene Konzert werden sie im kommenden Jahr bestreiten, so Bezirkskantor Bruno Hamm.

Aktuell verfügt der neugegründete Knabenchor über rund 20 Mitglieder. Da das Einzugsgebiet des Chors über Sigmaringen hinausgeht, erfolgt die Gesangsausbildung in drei regionalen Gruppen: in Gammertingen, Krauchenwies und Sigmaringen. „So kommen wir den Eltern ein Stückchen entgegen“, sagt der Bezirkskantor. Die Proben würden direkt im Anschluss an die Schule abgehalten, auch dies komme der Familienplanung entgegen.

Fast alle Chormitglieder sind aktuell in der zweiten Klassen, also zwischen sieben und acht Jahren alt. Dem Chor würden die älteren Sänger fehlen, so Hamm. Doch aktuell sieht er keine Chance, hier noch welche zu bekommen, da die Freizeit dieser Jungs zumeist verplant sei. Interessierte Jungen oder Eltern könnten sich nach wie vor an die die katholische Kirche wenden. Das finanzielle Budget sei auf 50 bis 60 Chormitglieder ausgelegt. Wie berichtet, unterstützen die Seelsorgeeinheit, das Bistum und die Stadt Sigmaringen den Chor finanziell. Im Sigmaringer Gemeinderat hatte dies Diskussionen ausgelöst.

Das erste eigenständige Konzert, so der Bezirkskantor, werde im Jahr 2019 zu hören sein. Nach der Sommerpause seien die Fidelisknaben jedoch ab und an in Gottesdiensten zu hören sein. Beim Gründungskonzert am Sonntag werden die Knaben in den Zuschauerreihen sitzen: Seit der Neugründung im Jahre 1970 ist die Aufgabe der Domsingknaben die musikalische Gestaltung der Gottesdienste im Freiburger Münster. Wertvolle Impulse erfuhr die musikalische Ausbildung der Domsingknaben seit dem Umzug der Freiburger Domsingschule in das ehemalige erzbischöfliche Palais am Münsterplatz im Jahre 1997 (Einzelstimmbildung, Musiktheorie). Nach englischem und mediterranem Vorbild singen männliche Altus-Stimmen die Alt-Partie.

Momentan wirken etwa 160 Knaben und Männer in den Chören der Freiburger Domsingknaben mit. Zahlreiche Konzertreisen weltweit wurden unternommen und es liegen mehrere CD-Produktionen vor. Der Chor pflegt die Literatur aller Musikepochen von der Gregorianik bis zur zeitgenössischen Chormusik und bei symphonischen und oratorischen Werken sind die Domsingknaben ein gern gesuchter Partner.

Boris Böhmann wurde im Jahre 2003 als Domkapellmeister und Leiter der Domsingschule in der Nachfolge von Prälat Raimund Hug an das Freiburger Münster berufen. Zahlreiche Konzerte führten ihn durchs In- und Ausland. Fernseh-, Rundfunk- und CD-Produktionen als Chordirigent und Organist dokumentieren sein Wirken.

Seit 2006 unterrichtet er im Lehrauftrag Kinderchorleitung an der Hochschule für Musik Freiburg und seit 2015 Kirchenmusik an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Aufgeführt werden unter anderem Werke von Di Lasso, Schütz und Bruckner, an der Orgel spielt Bezirkskantor Bruno Hamm.

Der Eintritt ist frei, es werden Spenden für die Chorarbeit der Fidelisknaben Hohenzollern erbeten.

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