Der Regiobus weckt Begehrlichkeiten

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 Gammertingen will auch einen Regiobus.
Gammertingen will auch einen Regiobus. (Foto: Sebastian Korinth)
Redaktionsleitung

Der Regiobus soll Sigmaringen auch über das Jahr 2020 hinaus mit dem Bodensee verbinden. Der Kreistag ist bereit, den Zuschuss für weitere fünf Jahre zu übernehmen, wenn das Land und der Bodenseekreis ihren Anteil weiter bestreiten. Wie berichtet, liegt das Defizit des Regiobusses jährlich bei rund einer Million Euro, etwa 350 000 Euro muss der Kreis Sigmaringen tragen.

Gammertingens Bürgermeister Holger Jerg (CDU) erneuerte seine Forderung nach einer Regiobuslinie zwischen Albstadt und Reutlingen, die seine Stadt mit den beiden Zentren verbinde. „Wir sollten uns da nochmals reinknien“, sagte er in der Kreistagssitzung.

Landrätin Stefanie Bürkle machte ihm jedoch wenig Hoffnung. Im Grundkonzept des Landes sei die Strecke nicht mehr enthalten. Ähnliche Töne waren aus Bad Saulgau zu hören. Bürgermeisterin Doris Schröter und ihr Fraktionskollege Klaus Kubenz von den Freien Wählern forderten eine bessere Ost-West-Verbindung von Sigmaringen über Mengen nach Bad Saulgau. Die Landrätin verwies auf die Zollernbahn, doch damit gab sich die Bürgermeisterin nicht zufrieden. Da vergleiche man Äpfel mit Birnen. Der Sigmaringer Regiobus fahre auf 48 Kilometern 33 Haltestellen an. Eine Bahnlinie sei völlig anders gelagert. Ein Bus könne wichtige Arbeitgeber direkt anfahren, so Schröters Argument.

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