Der langjährige Kommandant Werner Stroppel übergibt das Zepter

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Zepterübergabe bei der Feuwerwehrabteilung Gutenstein: Werner Stroppel (Dritter von links) übergibt ein Strahlrohr an seinen Nac
Zepterübergabe bei der Feuwerwehrabteilung Gutenstein: Werner Stroppel (Dritter von links) übergibt ein Strahlrohr an seinen Nachfolger Werner Kleiner. (Foto: privat)

Mit „standing ovations“ ist Werner Stroppel bei der Hauptversammlung der Abteilungswehr als Abteilungskommandant in den teilweisen Feuerwehr-Ruhestand verabschiedet worden. Mehr als 20 Jahre stand er der Abteilungswehr vor. Sein bisheriger Stellvertreter Werner Kleiner wurde in geheimer Wahl einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt.

„Dass die Frauen in der Gutensteiner Wehr gute Arbeit leisten, sieht man an der Wahl von Daniela Stroppel als stellvertretende Abteilungskommandantin“, sagte Werner Stroppel eingangs. Mit 36 Aktiven, vier Notfallseelsorgern, neun Kameraden in der Altersabteilung, 27 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr, drei in der Kinderfeuerwehr und einem passiven Mitglied sei sie Abteilung mit 80 Mitgliedern personell gut aufgestellt. Mit seiner Bemerkung „ich komme viel herum, aber dass von 36 Aktiven zwölf Frauen sind, habe ich noch nirgends gesehen“, erntete er spontanen Beifall.

Mit dem Ausbildungsstand zeigte sich Stroppel zufrieden. Im vergangenen Jahr ließen sich vier Feuerwehrleute als Funker ausbilden, und Anna-Lena Ettwein, Celine Ruhnau, Tanja Ruhnau und Lisa-Marie Rzepka besuchten eine Truppmannausbildung. Der Probenbesuch habe sich etwas verbessert. Werner Kleiner, Lothar Kronenthaler, Michael Ruhnau, Jürgen Rzepka, Daniela Stroppel und Werner Stroppel wurden ein vollständiger Probenbesuch attestiert. Zehnmal musste die Wehr ausrücken, darunter waren auch Zusatzalarmierungen zu Ereignissen im Stadtgebiet. Erwähnung fand auch die 30-jährige Partnerschaft mit der Wehr in Gutenstein/Niederösterreich.

Mit beeindruckenden Zahlen stellte Jugendwartin Daniela Stroppel die Jugendarbeit vor. Insgesamt wurden 2081 Stunden aufgewendet, 502 Stunden für feuerwehrtechnische Ausbildung, 1579 Stunden für allgemeine Jugendarbeit. Katrin Römer berichtete von 158 Einsätzen der Notfallseelsorge im Landkreis. Die vier Gutensteiner Mitarbeiter kamen auf 39 Einsätze. Wer Interesse an dieser Arbeit habe solle sich melden, es würden weitere Kräfte für die Notfallseelsorge gesucht. Den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Sigmaringen, der im November gegründet worden war, stellte Elmar Belthle vor.

Für 20 Jahre vollständigen Probenbesuch wurde Thomas Amann geehrt, 15 Jahre nahm Daniela Stroppel an allen Proben teil.

Für die Nachfolger gibt’s neue Schulterklappen

Bei den Wahlen wurden Werner Kleiner als Ausschussmitglied für den Gesamtausschuss und Daniela Stroppel als Stellvertreterin gewählt. Manuel Blender, Tobias Blender, Lothar Kronenthaler und Rebecca Rzepka wurden in den Abteilungsausschuss gewählt. Nach der Wahl heftete Werner Stroppel seinem Nachfolger Werner Kleiner und der Stellvertreterin Daniela Stroppel neue Schulterklappen mit den neuen Funktionsabzeichen auf die Schulter der Uniform. Ortsvorsteher Peter Herr dankte Werner Stroppel für seine Ehrlichkeit und Offenheit, der dem Ortsvorsteher in manchen Situationen auch mal vor das Schienbein getreten habe.

Jürgen Bossert, stellvertretender Kommandant der Gesamtwehr beschrieb den Abteilungskommandanten als einen treuen und verlässlichen Partner, der seine Positionen immer deutlich und stark vertreten, Emotionen gezeigt und für die Abteilung gekämpft habe. Er hob das kameradschaftliche und freundschaftliche Wesen Stroppels hervor, dem es gelang, die Abteilung auf einen hohen Ausbildungs-, Personal- und Fahrzeugstand zu bringen.

Er habe auch an den Proben der Abteilung Stadt teilgenommen und sich als Mitglied der Einsatzabteilung als Zugführer bewährt. „Werner hat seine Funktion als Abteilungskommandant über die Maßen mehr als vorbildlich ausgeübt. Er übergibt sein 20 Jahre getragenes, jedoch völlig intaktes und nicht abgetragenes Zepter mit vollem Vertrauen an seine Nachfolge“, hob Jürgen Bossert hervor.

Alle Redner überreichten Präsente für die gesamte Familie, Gaby Stroppel wurde mit einem Blumenstrauß bedacht. Werner Stroppel bleibt der Feuerwehr als Gerätewart erhalten.

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