Dank Spenden bestens ausgerüstet

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Eine neunköpfige „Helfer vor Ort“-Gruppe hat sich in Gutenstein gebildet und steht bereit: Vordere Reihe, von links: Stefan Rieg
Eine neunköpfige „Helfer vor Ort“-Gruppe hat sich in Gutenstein gebildet und steht bereit: Vordere Reihe, von links: Stefan Rieger, Notfallsanitäter; Sabine Feig, Sanitäterin; Tanja Schuler, Rettungssanitäterin; Karl-Josef Ettwein, Sanitäter. Hintere Reihe, von links: Tanja Ruhnau, Rettungssanitäterin; Anna-Lena Ettwein, Rettungssanitäterin; Tim Böckle, Notfallsanitäter. (Foto: Helmut Stroppel)
Helmut Stroppel

Gutenstein hat jetzt eine „Helfer vor Ort“-Gruppe (HVO). Das sind gut ausgebildete Ersthelfer aus der Gemeinde. Ihre Aufgabe ist es, im Ernstfall die therapiefreie Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes oder des Rettungsdienstes zu überbrücken. Damit übernehmen die Helfer vor Ort, die ausschließlich ehrenamtlich tätig sind, eine wichtige Funktion in der Rettungskette.

„Nach einem Notruf über die 112 werden die Helfer parallel mit dem Rettungsdienst von der Leitstelle Bodensee-Oberschwaben aus Ravensburg alarmiert“, erklärt Notfallsanitäter Stefan Rieger. Sie würden dann mit dem privaten Fahrzeug zur Einsatzstelle fahren. Durch die kürzeren Anfahrtswege seien die einheimischen Helfer meist einige Minuten vor dem Rettungsdienst am Einsatzort und könnten lebenserhaltende Erstmaßnahmen einleiten wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung, die Lagerung des Patienten, Betreuung, blutstillende Maßnahmen und einiges mehr.

Auch die Ortskenntnis spiele eine entscheidende Rolle, hebt Stefan Rieger hervor. Die neun Ersthelfer wurden vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) mit persönlicher Schutzkleidung ausgestattet: Schuhe, Hose, Jacke. Außerdem steht jedem Helfer ein Notfallrucksack zur Verfügung mit Beatmungsbeutel, Absaugpumpe, Blutdruckmessgerät, Pulsoximeter und vielem mehr.

Die gute Ausrüstung der Helfer machte Familie Otto Rettenmaier aus Heilbronn mit einer sehr großzügigen Spende möglich. Die Familie ist mit der Region und besonders der Gemeinde Gutenstein noch stark verbunden, denn Ottos Frau Lore, eine geborene Spieß, stammt aus der Donautalgemeinde. Eine weitere Spende überreichte Liselotte Wachtler aus Gutenstein. Im Sommer vergangenen Jahres gab es eine Informationsveranstaltung zur Gründung dieser Gruppe, seit dem 27. November ist sie einsatzbereit. Mittlerweile gibt es 15 HVO-Gruppen im Landkreis Sigmaringen, alle sind ausgestattet mit digitalen Meldeempfängern.

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