Coronavirus: Zweiter Todesfall im Kreis Sigmaringen

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Ärzte in einem Behandlungszimmer
Der ärztliche Direktor der Kliniken, Dr. Georg von Boyen (Mitte), wird in der kommenden Woche bei einer Pressekonferenz Rede und Antwort stehen. (Foto: Archiv: Michael Hescheler)
Schwäbische Zeitung
Redaktionsleitung

Über das Wochenende ist die Zahl der im Kreis Sigmaringen mit dem Coronavirus infizierten Menschen weiter angestiegen. Stand Sonntagnachmittag zählte das Gesundheitsamt Sigmaringen 90 Erkrankte.

Das sind 15 Erkrankte mehr als am Freitag. Eine über 80-jährige Frau ist im Sigmaringer Krankenhaus gestorben, teilt das Sozialministerium am Samstagabend mit. Die Frau hatte sich zuvor in stationärer Behandlung befunden. Nach Angaben des Ministeriums verstarb sie bereits am vergangenen Donnerstag. Dies ist der zweite Todesfall im Kreis, der in Zusammenhang mit dem Coronavirus steht.

Das leerstehende zweite Stockwerk im Pfullendorfer Krankenhaus wird nach wie vor nicht zur Betreuung von Corona-Patienten genutzt. Stattdessen bündeln die SRH-Kliniken ihre medizinischen und pflegerischen Kapazitäten nun am Standort Sigmaringen, wo Platz für bis zu 22 Patienten ist. Diese Entscheidung sei getroffen worden, so eine Sprecherin der Kliniken, weil das Coronavirus nach aktuellen Erkenntnissen anspruchsvollere medizinischen Behandlungen notwendig machen könne. Die Station im Pfullendorfer Krankenhaus werde jedoch nach wie vor freigehalten, damit sie im Bedarfsfall zur Isolierung von Patienten genutzt werden könne.

Zudem ist nach der Verschiebung von nicht lebensnotwendigen Operationen Platz auf der Intensivstation in Sigmaringen geschaffen worden. Nach Informationen unserer Zeitung steht die Hälfte den intensivmedizinischen Betten für schwer erkrankte Corona-Patienten zur Verfügung.

Das Sigmaringer Klinikum kündigt für die kommende Woche eine Pressekonferenz an, in der Details zur medizinischen Versorgung von schweren Krankheitsfällen bekanntgegeben werden sollen. Der ärztliche Direktor Dr. Georg von Boyen werde hier Rede und Antwort stehen, hieß es.

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