Bundestagswahl: „Respektables Ergebnis“

Lesedauer: 5 Min
Zufrieden mit dem Abschneiden bei der Bundestagswahl und zuversichtlich, was die Kommunalwahlen 2019 anbelangt, ist der Kreisver
Zufrieden mit dem Abschneiden bei der Bundestagswahl und zuversichtlich, was die Kommunalwahlen 2019 anbelangt, ist der Kreisverband Bündnis 90/Grüne mit Andrea Bogner-Unden, Erwin Feucht, Klaus Harter und Wolfgang Ruff. (Foto: Gabriele Loges)
Schwäbische Zeitung
Gabriele Loges

Der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen hat sich zur Hauptversammlung im Gasthaus Traube in Sigmaringen getroffen. Rückschau und Ausblick standen auf dem Programm. Die Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden berichtete von ihrer Arbeit. Auch der Bundestagswahl-Kandidat Erwin Feucht sprach von seinen Erfahrungen bei der Wahl. Fast ein Viertel der 76 Mitglieder war anwesend.

Nach seiner Begrüßung nahm der Kreisvorsitzende Klaus Harter eine Ergänzung zur Tagesordnung an: Die Mitglieder wollten sich über das Pro und Contra bei den schwierigen und zum Zeitpunkt des Treffen andauernden Koalitionsverhandlungen aussprechen. Zunächst jedoch wurde Erwin Feucht aus Balingen, dem Kandidaten der Bundestagswahl für den Wahlkreis Zollernalb-Sigmaringen, gedankt. Harter sprach von einem „respektablen Ergebnis, das so nicht zu erwarten war.“

Die Bundestagswahl, so Feucht, sei eine „tolle Erfahrung“ gewesen. Er lobte vor allem die Kommunikation, denn man habe hier „einen der schwierigsten Wahlkreise“. Der Tipp von Berlin, man solle einen Haustürwahlkampf machen, sei in dieser Fläche einfach nicht möglich. Er hoffe für die kommende Kommunalwahl, dass man das gute Ergebnis der Wahl noch vorantreiben könne: „Wir wollen rein in die Kommunen, nur dort, wo gute grüne Kommunalpolitik gemacht wird, können wir wachsen.“

Vorteil ist Diskussionkultur

Kreisschatzmeister Wolfgang Ruff und Klaus Harter strichen zusätzlich die Notwendigkeit der Vernetzung nach oben heraus. Man habe sich bereits während des Wahlkampfs eingemischt: „Unser Anliegen ist es, dass wir als Kreisverband gehört werden.“ So hätten sie das Thema soziale Gerechtigkeit früh eingefordert. Überhaupt sehen die Grünen in der Diskussionskultur ihren größten Vorteil: „Da wird diskutiert, gestritten und danach ist es auch wieder gut.“

Die Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden berichtete von ihren zahlreichen Aktivitäten in der Landespolitik. Ihre Themenschwerpunkte sind Bildung, Europa und Umwelt. Aber auch in den Geschäftsbereichen Asyl und Integration, Innenpolitik, Gesundheit und Soziales und Verkehr ist sie engagiert. Sie nannte als ersten Schwerpunkt die Erwachsenen- und Weiterbildung, aber auch die politische Bildung und das Thema Europa an den Schulen. Die Lehrkräftegewinnung im ländlichen Raum sei ein weiteres Problem sowie die Qualität der Bildung. „Ich bin nicht der Meinung, dass Lehrerbildung allein reicht, wenn es darum geht, den Bereich Schule zu verbessern“, so Bogner-Unden. Beim Thema Umwelt machte sie sich neben anderem für die Grünen gegen den Kalkabbau im Donautal stark. Beim Schwerpunkt Verkehr sei es die „volle Elektrifizierung“, die den Weg in die Zukunft des Kreises weise.

Schatzmeister Wolfgang Ruff konnte Positives von der finanziellen Entwicklung berichten. Dass man finanziell gut dastehe, sei auch für die Vorbereitung des Kommunalwahlkampfs 2019 wichtig. Der Kreisverband sieht es als Ziel der Grünen, wieder mit gleich vielen Kandidaten in den Städten vertreten zu sein. Der Sigmaringer Gemeinderat Gerhard Stumpp verwies auf eine „gewisse Dynamik“ in der Arbeit und in der Tatsache, dass der Kreis Sigmaringen über 50 Prozent des Stroms aus regenerativen Quellen beziehe. „Wir sollten auch die Landrätin bei ihrer Bemühung um die Elektrifizierung der Strecke Tübingen-Aulendorf unterstützen“, so Stumpp.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen