Beim Bürgerball dreht sich viel um Musik

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Helmut Stroppel

Unter dem Motto „Von ABBA bis Zappa“ waren Schlager und Popmusik der 70er- und 80er-Jahre Trumpf beim Bürgerball im närrisch geschmückten Bürgerhaus. Die schwedische Popgruppe „ABBA“, die schon am „Schmotziga“ in den „schönsten Ort Deutschlands“ angereist war und dort einen kurzen Auftritt hatte (wir berichteten), begeisterte abermals. In ihren ausgefallenen bunt-poppigen Kostümen riss die Gruppe um Ulrike Castagna, Anja Kugler, Lothar Kronenthaler und Christoph Stehle mit ihren Erfolgshits wie Super Trouper, Dancing Queen, Mamma mia und Waterloo das Publikum mit und sorgte gemeinsam mit den Beiträgen der großen Schar der aktiven Felsenpicker für eine ausgelassene, närrische Stimmung.

Mit Witz, Charme und Humor führte Oberpickerin Heidi Rzepka durch das Programm. In einem Sketch des Pickernachwuchses, gekonnt gespielt von Mitgliedern der Landjugend, ließen sich die Wochentage in einer Gruppentherapie über ihr Befinden aus. So wollte der Samstag sein Alkoholproblem in den Griff kriegen während der Montag seinem Kummer als Mobbingopfer freien Lauf ließ. Viele Lacher ernteten Heidi und Rebecca Rzepka als sie, musikalisch singend und erzählend, das Dorfgeschehen auf die Schippe nahmen. Die Amnesie nach einem Schlachtfest oder die Probleme eines Gutensteiners bei verschiedenen Flugreisen, so manche Begebenheit kam an das Tageslicht. Auch in Form eines musikalischen Rätsels deckten die beiden so manches Ereignis auf. So hatten eine Kommunionhelferin und ein Lektor, angereist aus Thiergarten, Probleme mit Terminen, als die Kirche leer war.

Notruf wegen Epilierer

Nicht einfach war für Feuerwehrleute der Umgang mit einem Epilierer, der sich in den Brusthaaren eines Opfers verhakte und von einer Ersthelferin entwirrt werden musste. Welche Schwierigkeiten die Digitalisierung mit sich bringt, zeigten Günter Gregori und Patrick Ruhnau beim Versuch, eine alte Schreibmaschine in einem Computerladen reparieren zu lassen. Ein Augen- und Ohrenschmaus war der Auftritt einer Tanzgruppe der Abteilung Breitensport, die auf den Filmhit „Footloose“ einen fetzigen und anspruchsvollen Tanz vortrug. Zu gefallen wusste auch ein Plädoyer für den deutschen Schlager von Michael Rauch, dessen Beweisführung Schlag auf Schlag durch passend eingespielte Schlagersequenzen untermauert wurde.

Als naive und etwas dümmliche Ricky interviewte Rebecca Rzepka auf „Rickys Pop-Sofa“ die Popstars Peter Maffay (Arthur Riester) und Howard Carpendale (Thomas Amann). Gesanglich ging es weiter mit den „Donauperlen“ (Michaela Blender, Katja Gruber, Karin Mühlhans, Brigitte Ruhnau und Franz Gnant an der Gitarre) die auf den Refrain „Wieder mal sind wir zu haben“ besangen, wie sie ihre Männer um die Ecke brachten. Sehr gut kam ein gesungenes Streitgespräch mit verschiedenen Songtexten zwischen den Wehren aus Vilsingen (Heidi Rzepka) und Gutenstein (Rebecca Rzepka) an, die beide ausgerückt waren und einen kleinen Brand für sich reklamierten. Ein Highlight war der Auftritt der „Sexiest Ladys Alive“, die Showtanzgruppe der Männer, die rhythmisch und mit voller Power einen Tanz auf das Parkett legten und den Schlusspunkt eines gelungenen Fasnetprogramms der Felsenpicker bildeten.

Zum Schlussbild kamen alle Aktiven zu einem letzten „ABBA“-Auftritt auf die Bühne. Alleinunterhalter Karl Demmer aus Jungnau spielte zur Unterhaltung und zum Tanz.

Bei der Ziehung der Tombolapreise ging der erste Preis an Mario Castagna.

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