Im Schmeiental zwischen Oberschmeien und Storzingen wird eine neue Bahnbrücke gebaut.
Im Schmeiental zwischen Oberschmeien und Storzingen wird eine neue Bahnbrücke gebaut. (Foto: Susanne Grimm)
Susanne Grimm

Die 140 Jahre alte Stahlgitter-Brücke im Schmeiental wird derzeit gegen eine neue Stahlkastenbrücke ausgetauscht. Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit haben die Vorbereitungen zu dem rund fünf Millionen teuren Vorhaben bereits im Oktober 2019 begonnen. Seit Anfang Februar befindet sich die Baustelle nun im Vollbetrieb. Die Arbeiten werden voraussichtlich im Februar kommenden Jahres beendet sein, wie Gerald Dirnberger, Vorarbeiter der von der Deutschen Bahn beauftragten österreichischen Baufirma Porr sagte.

Seine Firma, ein international tätiger Baukonzern mit Sitz in Wien, sei darauf spezialisiert, Brücken unter „rollendem Rad“, wie es im Fachjargon genannt wird, zu erneuern, beziehungsweise auszutauschen. Die bestehende Brücke soll bis zur Einsetzung der neuen Brücke in Funktion bleiben. Die alte Bücke ist 35 Meter lang, die neue Stahlkastenbrücke soll jedoch zehn Meter länger werden, obwohl sie keinen Mittelpfeiler mehr besitzen wird und sich die Durchfahrtshöhe um 50 Zentimeter erhöht. Wie der Vorarbeiter erklärte, sei die längere Spannweite von 45 Metern  dem Umstand geschuldet, dass beidseitig hinter dem alten Fundament die neuen Fundamente errichtet werden und das, wie gesagt, „unter rollendem Rad“.

Um aber unter diesen Bedingungen arbeiten zu können, müsse dieser Bereich mit einer Behelfsbrücke versehen werden. Dazu muss die Strecke aber für mehrere Tage gesperrt und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Die Vollsprerrung soll in der Zeit vom 6. bis 9. April erfolgen. Da unter dieser Brückenbaustelle stark frequentierte Wander- und Radwege durchführen, bittet Darian Andone von der Bauleitung um Verständnis, dass diese Wege aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Bauzeit gesperrt werden müssen. „Es ist einfach zu gefährlich, den Weg offenzulassen, zumal auch Schaulustige die Bauarbeiten behindern könnten.“ Entsprechende Schilder mit Umleitungshinweisen werden angebracht.

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