Andrea Bogner-Unden erhält Direktmandat

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Andrea Bogner-Unden (links), Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen feiert ihren Wahlsieg und das hervorragende Ergebnis der Grün
Andrea Bogner-Unden (links), Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen feiert ihren Wahlsieg und das hervorragende Ergebnis der Grünen mit Parteifreunden, Nachbarn und Familie: Kreisrat Helmut Bussmann aus Herdwangen-Schönach, Gemeinderat Gerhard Stumpp aus Sigmaringen, Nachbar Hubert Veeser und Mareike Punzel aus Meßkirch sowie Bogner-Undens Söhne Lars und Sören (von links). (Foto: Anthia Schmitt)
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Die Grünen haben im Kreis Sigmaringen mit 33,7 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Das bedeutet, dass Landtagskandidatin Andrea Bogner-Unden in den Landtag einzieht. CDU-Abgeordneter Klaus Burger bekommt nun wohl nach langem Bangen ein Zweitmandat. Die CDU hat im Kreis 32,3 Prozent aller Stimmen eingefahren.

Die AfD konnte 14,7 der Wählerstimmen für sich gewinnen. Die SPD hat nur 6,8 Prozent erzielt, die FDP 7,5 Prozent. Die Linke hat nur 1,8 Prozent eingefahren, die NPD 0,5 Prozent. Soeben sind alle 25 Gemeinden ausgezählt worden.

„Wir haben schon den Champagner aufgemacht“, sagt die Grünen-Politikerin Andrea Bogner-Unden. „Das habe ich nicht erwartet.“. Im Hintergrund hört man Jubelrufe. „Mein erster Freude-Moment war, als ich erfahren habe, dass die Grünen die größte Fraktion sind, mein zweiter, dass ich mit so vielen tollen Leuten sprechen durfte und nun, dass ich im Kreis die Stimmenmehrheit habe. Ich bin sprachlos und freue mich riesig. Ich werde meinen Elan und mein Temperament für den Landkreis Sigmaringen im Landtag einbringen“, sagt Bogner-Unden.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Klaus Burger musste bis 22.30 Uhr zittern, bis er von Thomas Bareiß erfahren hatte, dass er ein Zweitmandat erhalten würde. Nachdem festgestanden hatte, dass Bogner-Unden und nicht er das Direktmandat erhalten würde, war der CDU-Politiker schockiert und niedergeschlagen, befürchtete schon, sich einen neuen Job suchen zu müssen. „Es wird jetzt auf eine Zusammenarbeit mit den Grünen hinauslaufen“, sagt Burger, der Kompromissbereitschaft und Diplomatie als seine Stärken nennt. „Wir müssen den Landkreis voranbringen.“

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