120 Teilnehmer beim Pfingstzeltlager des CVJM Winterlingen in Oberschmeien

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 Die Kinder und Betreuer halten ihre Stockbrote übers offene Feier.
Die Kinder und Betreuer halten ihre Stockbrote übers offene Feier. (Foto: Tobias Göttling)
Tobias Göttling

Glück und Pech zugleich haben die rund 120 Teilnehmer und Mitarbeiter des Pfingstzeltlagers des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) für Kinder ab der ersten Schulklasse aus Winterlingen in Oberschmeien am Pfingstwochenende gehabt. Für den CVJM Winterlingen ist das seit circa 40 Jahren stattfindende Zeltlager der Jahreshöhepunkt. Während das Wetter in der ersten Hälfte des Pfingstwochenendes meist sehr gut war, bekamen die Camper in ab Pfingstsonntag viel Regen ab. Das war auch für den Abbau sehr ungeschickt. Zudem konnte aufgrund des Windes die für Freitagabend geplante Fackelwanderung nicht stattfinden.

Doch die Kinder und Jugendlichen ließen sich die gute Laune davon nicht verderben und genossen die gemeinsame Zeit in vollen Zügen. Der 15-jährige Johannes war schon oft dabei. Er ist durch Freunde auf das Zeltlager aufmerksam geworden. Er findet es toll, „dass man dort mehr über Gott lernt“. Am meisten gefallen ihm die Geländespiele im Team, die am Samstag stattfanden. Der zwölfjährige Cedric aus Harthausen war zum ersten Mal dabei. Er liebt das Schnitzen und würde gerne im nächsten Jahr wiederkommen. Der ebenfalls zwölfjährige David aus Winterlingen findet es super, „viel draußen an der frischen Luft zu hocken“ und seine Freunde jeden Tag zu sehen.

Doch nicht nur Kinder sind mit Leidenschaft dabei und freuen sich jedes Jahr neu auf das Pfingstzeltlager. Für viele junge Familien gehört es in jedem Jahr dazu, sich zu engagieren. Tanja (45) wurde selbst einst als Teenagerin zum Zeltlager eingeladen und ist ihm seither treu geblieben. Sie erzählt, wie wertvoll es für sie war, dort so angenommen zu werden wie sie war und zu spüren, dass jeder willkommen ist. Die Gemeinschaft verbindew, sagt sie. Leiter Dietmar Abt ist seit 1984 dabei, Heinz Gschwind, der sich selbst als „Oldie“-Gast auf dem Zeltlager bezeichnet, sogar seit dem ersten Jahr des Zeltlagers, 1978.

Nur einmal sei es witterungsbedingt ausgefallen, erinnert er sich. Nun bringt Gschwind mit seinem jüngsten Pflegekind bereits die dritte Generation nach ihm zum Zeltlager mit.

Neben den Schlafzelten gibt es ein großes Veranstaltungszelt, in dem jeden Abend in mehreren Sitzreihen laut und kreativ gesungen wird. Darunter: „Gott mag Kinder, große und kleine“, „Spuren im Sand,“ „Kings of Kings“ und der bei den Kindern besonders beliebte, exotische Binobatata-Song.

Geschichten runf um Wunder aus der Bibel

Das Thema des Wochenendes lautete „Wunderbar“. Es ging um verschiedene Wunder aus der Bibel, an die die Verantwortlichen des Zeltlagers glauben. Im Anspiel ging es um die „Heilung des Gelähmten“. Micha (29), Lehrer an der Realschule Gammertingen, verkleidete sich als Jesus. Sein Kumpel Andi (30) spielte den Gelähmten, der in der Szene geheilt wird.

Das Besondere an dem Zeltlager ist, dass gemeinsam in der Bibel gelesen wird und die Erwachsenen den Kindern Glaubensinhalte, die in der Gesellschaft immer mehr verloren zu gehen drohen, näherbringen. Für viele jüngere Teilnehmer werden so die „Großen“ zum Vorbild und es ist etwas Besonderes für sie, in den Augen der Mitarbeiter ganz „groß“ und wichtig zu sein. Auch Mitarbeiter Andi gefällt die Gemeinschaft. Er will der jüngeren Generation ein Vorbild und ihr seinen Glauben weitergeben. Andi kam selbst durch ein anderes Zeltlager als Kind zum Glauben an Gott. Dieses Ereignis hat den Lebensweg des Familienvater bisher stark geprägt.

Konfessionszugejörigkeit spielt keine Rolle

„Wunderbar“ für die Kinder und Erwachsenen waren auch die vielen Angebote wie wib Lagerfeuer und Stockbrot-Essen, das gemeinsame Grillen, Popcorn-Machen sowie die Möglichkeiten zu Spielen und zum Austoben. Die Verantwortlichen des CVJM Winterlingen zeigten sich sehr dankbar über die vielen Helfer, darunter auch viele Eltern von teilnehmenden Kindern. Konfessionszugehörigkeit spielt für die Teilnahme an dem Zeltlager indes keine Rolle.

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