Ärger um zwei Kübel Bauschutt: Landratsamt gibt Bürger recht

Lesedauer: 3 Min
Wenn Bauschutt leicht mit Gras oder Stroh verunreinigt ist (Foto), muss ihn der Recyclinghof trotzdem annehmen.
Wenn Bauschutt leicht mit Gras oder Stroh verunreinigt ist (Foto), muss ihn der Recyclinghof trotzdem annehmen. (Foto: Maria Castangna)
Redaktionsleitung

Als Service und auch um Missverständnissen vorzubeugen, bietet die Abfallwirtschaft des Landkreises Sigmaringen ihren Kunden eine Abfallberatung unter 07571/102 66 07 oder 102 66 08 an. Weiter können alle relevanten Informationen über die Abfall-App sowie über die Homepage des Landkreises Sigmaringen unter www.landkreis-sigmaringen.de aufgerufen werden.

Einklappen  Ausklappen 

Mario Castangna aus Gutenstein ist sauer, weil er aus seiner Sicht am Recyclinghof an der Badstraße unfair behandelt wurde. Er wollte zwei Kübel Bauschutt in den Container leeren und wurde wieder weggeschickt. Begründung: An dem Fliesenkleber hänge Stroh, deshalb müsse der Müll auf die Deponie. Mit dieser Begründung gab sich Castangna nicht zufrieden und beschwerte sich beim Landratsamt.

Der Gutensteiner sprach zwei Mal persönlich beim Landratsamt vor – vergeblich. Der zuständige Mitarbeiter der Kreisabfallwirtschaft befand sich nicht an seinem Arbeitsplatz oder war für ihn nicht zu sprechen. Nach mehrfacher Nachfrage hat die „Schwäbische Zeitung“ am Dienstag eine Auskunft von der Pressestelle des Landratsamts erhalten.

Die Behörde gibt dem Gutensteiner recht: Im vorliegenden Fall handelte es sich um einen Grenzfall, sagt der stellvertretende Pressesprecher Fabian Oswald. „Der Mitarbeiter des Recyclinghofs hätte den Bauschutt annehmen können.“ Die Pressestelle führt weiter aus: „Im vorliegenden Fall wurde der angelieferte Wertstoff richtigerweise als unverwertbarer Bauschutt klassifiziert. Unverwertbarer Bauschutt kann sowohl bei der Baustoffrestdeponie in Menningen als auch auf dem Recyclinghof in Sigmaringen abgegeben werden.“ Wichtig dabei sei, so das Landratsamt, dass der Bauschutt sortenrein und nicht verunreinigt ist. Denn nur so könnten die Stoffe richtig abgelagert werden.

Mario Castangna wettert, er habe zwei Stunden kaputtgemacht. Nachdem er in Sigmaringen abgewiesen wurde, steuerte er die Baustoffrestdeponie in Menningen bei Meßkirch an. Der Gutensteiner durfte ihn dort gegen eine Gebühr von zwei Euro entsorgen.

Mit seiner Beschwerde erreichte Castangna zumindest, dass nachfolgende Bürger wieder nach einheitlichen Standards bedient werden.

Die Pressestelle des Landkreises teilt weiter mit, dass der aktuelle Fall zum Anlass genommen wurde, die Mitarbeiter auf die Standards hinzuweisen. „Sehr geringe Verunreinigungen sollen nicht dazu führen, dass Bürger ihren Abfall nicht auf den Recyclinghöfen entsorgen können.“

Diese Aussage wird den SZ-Leser freuen – schließlich muss er künftig nicht mehr kreuz und quer durch den westlichen Landkreis fahren.

Als Service und auch um Missverständnissen vorzubeugen, bietet die Abfallwirtschaft des Landkreises Sigmaringen ihren Kunden eine Abfallberatung unter 07571/102 66 07 oder 102 66 08 an. Weiter können alle relevanten Informationen über die Abfall-App sowie über die Homepage des Landkreises Sigmaringen unter www.landkreis-sigmaringen.de aufgerufen werden.

Einklappen  Ausklappen 
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen