Schwenningen eröffnet Jugendraum

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Die Jugendlichen präsentieren zusammen mit ihrer Koordinatorin Christine Brückner das Poster, das sie von Dietmar Unterricker al
Die Jugendlichen präsentieren zusammen mit ihrer Koordinatorin Christine Brückner das Poster, das sie von Dietmar Unterricker als Geschenk erhielten. Von links: Alina Kögel, Anne-Sophie Zolow, Sarah Stingel, Koordinatorin Christine Brückner, Larissa (Foto: Wilfried Koch)
Wilfried Koch

Für die Jugend in Schwenningen ist am Freitag ein großer Wunsch in Erfüllung gegangen. Sie durfte einen Raum im Pavillon der Nachbarschaftsgrundschule als ihren Jugendraum, kurz „JURA“ in Betrieb nehmen und der Öffentlichkeit präsentieren.

Bürgermeisterin Roswitha Beck eröffnete die Feierstunde im Pavillon der Nachbarschaftsgrundschule Schwenningen, blickte zurück und auch nach vorne: „Mich würde es freuen, wenn ihr vielleicht einen festen Öffnungstag auf die Beine stellen könntet, wo andere Jugendliche dann wissen, heute können wir hierher kommen, heute ist hier was los, hier können wir uns treffen, reden, Musik hören und chillen“, sagte Beck. Sie zeigte sich begeistert vom neuen Raum, der unter anderem mit gespendeten Möbeln, einer Theke und einer Stereoanlage ausgestattet ist.

Der neue Jugendraum ist das Ergebnis aus dem Jugendhearing, das im April letzten Jahres stattgefunden hatte. Ziel der Veranstaltung war es, die heranwachsende Generation stärker zu beteiligen. Im Herbst vergangenen Jahres ebnete der Gemeinderat in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen den Weg für die Bereitstellung des Jugendraumes in der Schule. Während der letzten Monate wurde der Raum von den Jugendlichen vorbereitet und eingerichtet.

Raum vorerst immer mittwochs geöffnet

Als Sprecherin der Jugendlichen informierte Pia Siber, dass der Raum zunächst immer mittwochs von 17 bis 19 Uhr und bei Bedarf und fürs Ferienprogramm geöffnet sei. „Die Freude darüber, dass es mit dem Raum so toll geklappt hat ist bei uns riesig“, sagte sie. Es lohne sich also wirklich für die Jugendlichen, sich in der Gemeinde einzusetzen. „Auch wenn man denkt, man kommt nicht ans Ziel, gibt es doch noch einen Weg dorthin“, sagte die Fünfzehnjährige.

Geplant haben die Jugendlichen den Bau einer Strohfigur für den Strohpark im September, wo sie sich gemeinsam mit der Aerobic-Gruppe vom Turnverein präsentieren. „Außerdem gestalten wir hier im Jugendraum auch ein Adventsfenster“, informiert Pia Siber.

Christine Brückner vom Forum Jugend, Soziales und Prävention des Landratsamtes Sigmaringen sagte: „Besser als hier in Schwenningen kann es gar nicht laufen.“ Sie sprach ein Lob an Bürgermeisterin Roswitha Beck aus: „Dass eine Bürgermeisterin für die Jugendlichen sogar Klinken putzen geht, das haben wir noch nirgends erlebt.“ Beck hatte sich bei verschiedenen Einwohnern nach alternativen Räumlichkeiten für die Jugend informiert, bis es dann zur Entscheidung des Gemeinderates kam, diesen Schulraum bereitzustellen. „Mit diesem tollen Raum seid ihr landkreisweit in der Hall of Fame“, stellte Dietmar Unterricker vom Jugendamt fest und überreichte Pia Siber stellvertretend als Einweihungsgeschenk ein Poster mit Fotos der bisherigen Aktionen der Jugendlichen.

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