Mit „Witz vom Olli“ schlägt der TC ein sauberes Ass

Lesedauer: 4 Min
Oliver Gimber bringt die Heuberghalle zum Toben.
Oliver Gimber bringt die Heuberghalle zum Toben. (Foto: wiLfried Koch)
Wilfried Koch

Oliver Gimbers Witze sind im Internet längst Kult. Jetzt war der Malermeister aus Pforzheim und bekennende VfB-Stuttgart-Fan mit seinem „Witz vom Olli“ in Schwenningen. In der Heuberghalle Schwenningen gab er seine Visitenkarte ab. Der 45-Jährige, immer dunkel gekleidete Spassvogel brachte mit seiner Fan-Nähe und vor guter Laune nur so sprühend Frauen und Männer zum Lachen, Heulen und Brüllen. Er begeisterte alle, die der Einladung des Tennisclubs Schwenningen auf den Heuberg gefolgt waren.

Unter dem Motto „Planlos durch die Nacht“ gestaltete er ein spontanes Programm quer durch alle Witzkategorien. Von Ärzten und Lehrern über Franzosen und Japaner bis hin zum Eintritt an der Himmelspforte bekommt jeder sein Fett weg.

Nachdem Olli für die beiden Besucher der Show, die er zu sich auf das Sofa auf die Bühne geholt hatte, beim TC-Vorsitzenden Thomas Blazko zwei Pils bestellt hatte, meinte er, „hier müsset ihr genug trinken, sonst krieget ihr Riss in da Buckel“. Der Komödiant informierte, dass er inzwischen mehr als eine halbe Milliarde Video-Zugriffe auf YouTube hat. Sein erfolgreichster Witz hat innerhalb einer Woche über eine Million Menschen zum Lachen gebracht und es ist kein Ende in Sicht. Manchmal wurde es auch ein bisschen schlüpfrig und herzhaft auf der Schwenninger Bühne. Aber das war so recht nach dem Geschmack vieler Zuhörer. Immer wieder standen seine Kultfiguren Rigobert und Helmfried sowie bei den weiblichen Witzfiguren „d’Sieglinde“ und „d’Sabine“ im Blickpunkt des Geschehens.

Gut aufpassen mussten die Zuhörer auch bei länger vorgetragenen Witzen, die, so Olli, nicht als seine Auto-Vorträge geeignet seien. Denn in Schwenningen konnte er dazu auch Erklärungen abgeben, was bei seinen Internet-Witzen gar nicht geht. „Bei kurzen Witzen muss jedes Wort sitzen!“, gab der Maestro Nachhilfe. Nach der Pause holte sich Olli mit Vater Thomas und dessen Sohn Hendrik zwei Gäste aufs Bühnen-Sofa, die sich dort vor Lachen wälzten.

Die 250 Besucher erfuhren von Oliver Gimber auch viel über seine Lebensphilosophie. „Mit Humor und mit Leichtigkeit kann man vieles besser ertragen.“ Er erhalte täglich von anderen Witzbolden bis zu 200 Witze zugeschickt. Olli erklärte, dass er auch Witze über Randgruppen mache, meist aber erst nach Absprache mit anwesenden Personen. Selbst „Leute mit Handicap“ hätten ihn massiv bedrängt, über ihre Behinderungen Witze zu machen. Begründung sei, sie wollten durch ihre Behinderung nicht ausgegrenzt werden, sondern ganz zur Gesellschaft dazugehören. Beim Finale kamen Ollis aktuelle „Top-10-Witze“ zur Aufführung.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen