Kinder hören: „Dein Herz macht bumm, bumm, bumm“

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Dr. Ulrich Schultheiß (links) und Arzthelferin Gertrud Nowara empfangen die vierzehn ältesten Kinder des Schwenninger Kindergart
Dr. Ulrich Schultheiß (links) und Arzthelferin Gertrud Nowara empfangen die vierzehn ältesten Kinder des Schwenninger Kindergartens St. Raphael. (Foto: Wilfried Koch)
Wilfried Koch

Bei einer ihrer Exkursionen sind die Kinder des Kindergartens St. Raphael, die im September eingeschult werden, wenige Tage vor ihrer Verabschiedung aus dem Kindi noch in der Arztpraxis Dr. med. Peter Nowara – Dr. med. Ulrich Schultheiß zu Gast.

Zusammen mit ihren Erzieherinnen Anne Rückbeil und Diana Gauggel marschierten die Kinder erwartungsvoll Hand-in-Hand vom Kindi in die Fliederstraße, wo sie von der Arzthelferin Gertrud Nowara begrüßt wurden. „Wie alle Patienten dürft ihr zuerst mal im Wartezimmer Platz nehmen“, begann sie ihren Auftritt. Dann wechselten die zehn Mädchen und vier Jungen ins Laborzimmer. Gleich als erstes gab es etwas zu bestaunen, denn Gertrud Nowara ließ jedes Kind ins Mikroskop schauen, wo sie etwas vorbereitet hatte. Sie zeigte noch Spritzen verschiedener Größe und das Verbandszimmer, ehe der diensthabende Arzt, Dr. Schultheiß, den Raum betrat und die Kinder begrüßte.

Die neugierigen Jungs und Mädchen waren sehr fragelustig. Im Arztzimmer standen Modelle von Organen und der Wirbelsäule herum, die natürlich alle besprochen wurden. Dr. Schultheiß zeigte zunächst das Gerät, was er und auch andere praktische Ärzte um den Hals hängen haben, das Stethoskop. „Bumm, bumm, bumm“ – Jedes Kind durfte bei seinem Nachbarn den Herzschlag hören und das Ergebnis seiner Untersuchung dem Fachmann mitteilen.

Dann folgte der neurologische Reflexhammer, mit dem der Mediziner seine jungen Besucher in seine täglichen Untersuchungskünste einführte. Drittes medizinisches Gerät war der Ohrspiegel, auch Otoskop genannt. „Damit werden sowohl der Gehörgang als auch das Trommelfell vom Arzt besichtigt“, so Schultheiß. Es wurden auch das Blutdruckmessgerät und der Temperaturmesser gezeigt.

Echten Notfall besprochen

Während des Besuchs musste der Hausarzt auch ans Telefon, um mit seiner Arzthelferin in der Sigmaringer Praxis einen Notfall zu besprechen. Der Notfall wurde auch gleich für die jungen Gäste thematisiert; es handelte sich um einen dreifachen Rippenbruch einer Patientin, die gestürzt war.

Als Abschiedsgeschenk erhielt jedes Kind noch eine Spritze. „Ich will keine Spritze“, begann ein Mädchen gleich zu klagen, weil sie dachte man wolle ihr tatsächlich körperlich eine Spritze verabreichen. „Aber nein“, beruhigten Arzt und Helferin Gertrud Nowara unisono, „ihr bekommt doch nur eine Spritze von uns zum spielen“. Also mit der Spritze Wasser aufziehen und dann in der Gegend herumspritzen. Zur Stärkung gab es noch für alle Besucher Butterbrezeln, ehe sich das Team der Fliederstraße 16 von den „Großen“ vom Kindi wieder verabschiedete.

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