Späh entwickelt Akustik-Konfigurator

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 Deckenmodule, die Schall schlucken, können Interessierte ab sofort mit dem Creator von Späh selbst generieren und dann bestelle
Deckenmodule, die Schall schlucken, können Interessierte ab sofort mit dem Creator von Späh selbst generieren und dann bestellen. (Foto: Späh)

Genau passend zur Orgatec in Köln, der großen Messe für Architekten, hat die Karl Späh GmbH und Co. KG im Oktober eine Weltneuheit auf den Markt gebracht: Mit einem Konfigurator können Interessierte künftig ihre Räume am Computer selbst mit den Späh-Akustik-Modulen ausstatten sowie Formen und Farben auswählen. Mit einem Mausklick kann dann die Bestellung aufgegeben werden. Das Unternehmen aus Scheer will so für Architekten in der ganzen Welt interessant werden und frühzeitig in Planungsprozesse eingebunden werden.

Seit mehr als einem Jahr beschäftigt sich das Unternehmen mit einem Relaunch der bisherigen Wave-Module, die an Wänden oder Decken angebracht schallschluckend wirken. Die Schaumstoffteile sind mittlerweile in den unterschiedlichsten Farben und Formen erhältlich. Es gibt Akustik-Säulen, Raumtrenner und Wandbilder, die mit einem speziellen Fleece überzogen und so auch mit Fotos bedruckt werden können. Unter dem neuen Namen „Späh designed acoustic“ sollen die Produkte noch deutlicher als bisher mit dem guten Ruf, den Späh im Bereich der Gummi- und Kunststoffverarbeitung hat, verbunden werden.

Gemeinsam mit Professor Markus Lauterbach hat Thomas Späh, der für diesen Unternehmensbereich verantwortlich ist, einen Konfigurator entwickelt, der es Architekten, Unternehmern oder Eigenheimbesitzern ermöglicht, ihre Räume selbst mit den Akustiklamellen auszustatten und zu gestalten.

„Bisher mussten uns die Kunden für jedes kleine Modul persönlich kontaktieren, es gab eine Beratung und dann ein Angebot von uns, wie die Module aussehen könnten“, sagt Marketingleiter Marc Teufel. „Mit dem Späh Creator können Interessenten nun selbst ausprobieren, wie die Räume mit Schallschutz ausgestattet werden können.“

Dazu müssten sie lediglich bestimmte Raummaße eingeben und dann Form- und Farbvarianten auswählen. „Der Konfigurator kreiert dann eine Vorschau, wie der Raum aussehen würde.“

Firma erfüllt Spezialwünsche

Hat ein Kunde einen Spezialwunsch und möchte beispielsweise, dass sich das Firmenlogo in der Decke wiederfindet, kann er die Daten an das Unternehmen schicken. „In solchen Fällen übernimmt dann ein Mitarbeiter von uns“, so Teufel. Bei den einfacheren Gestaltungen könnten die Kunden alles selbst erstellen und am Ende einen Auftrag abschicken.

Je nach Wunsch kann der Kunde die Module selbst installieren oder dafür ein Montageteam von Späh buchen. „Weil wir so viele Mitarbeiter haben, ist es für uns relativ einfach möglich, die Aufträge zeitnah zu produzieren und Montageteams zusammenzustellen“, sagt Teufel. „Wir sind eben kein Start-up-Unternehmen, sondern haben auch im Akustik-Bereich die gesamte Späh-Unternehmensgruppe im Rücken.“ Mit diesem Programm, das ab sofort für alle Interessierten frei zugänglich ist, will das Unternehmen vor allem Planer und Architekten ansprechen.

Schallschutz früh berücksichtigen

So könnte das Thema Schallschutz schon früh bei Planungen öffentlicher und privater Gebäude berücksichtigt werden. „Wenn die Architekten mit unseren Produkten planen und sich über den Konfigurator Ansichten für Präsentationen oder Sitzungen erstellen, erhöht sich für uns hoffentlich die Chance, an Aufträge zu kommen“, sagt Teufel.

Momentan gibt es einen solchen Konfigurator noch nicht. „Wir gehen davon aus, dass es bald Nachahmer geben wird“, so Teufel. „Deshalb sind wir bereits an der Planung für den Creator 2.0 mit weiteren Features.“

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