Scheer erneuert Patenschaftsvertrag mit Artilleriebataillon

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 Hauptmann Oliver Wild und Bürgermeister Lothar Fischer bekräftigen mit ihrer Unterschrift die Patenschaft, die Stadt und Soldat
Hauptmann Oliver Wild und Bürgermeister Lothar Fischer bekräftigen mit ihrer Unterschrift die Patenschaft, die Stadt und Soldaten verbindet. (Foto: Vera Romeu)
Vera Romeu

Beim Neujahrsempfang in Scheer haben Stadt und die Ausbildungs- und Unterstützungskompanie 295 den Patenschaftsvertrag aktualisiert. Die Einheit, die seit fünf Jahren eine Patenschaft mit der Gemeinde pflegt, hat zum ersten Januar 2020 einen neuen Namen bekommen: Sie ist nun die sechste Batterie des Artilleriebataillons 295. Bürgermeister Lothar Fischer und Oliver Wild, Hauptmann und Batteriechef, waren sich einig, dass der Neujahrsempfang der Anlass ist, um die Patenschaft nochmal zu bekräftigen.

Zum Neujahrsempfang im Rathaussaal sind viele Ehrengäste, Gemeinderäte und Vertreter der Vereine gekommen, um auf das neue Jahr anzustoßen. Dabei waren die Landtagsabgeordneten Andrea Bogner-Unden (Grüne) und Klaus Burger (CDU).

Der Neujahrsempfang wurde von den Sängerinnen Katharina Pfister und Rebecca Glaser aus Bingen musikalisch umrahmt. Mit einem tosenden Applaus wurde ihnen gedankt. Der Saal war sehr schön mit Glücksklee und Figürchen von Kaminfegern dekoriert. Das Büffet war üppig bestückt.

Bürgermeister Fischer lobte das Engagement der Bundeswehrkompanie in der Stadt: Sie agiere wie ein örtlicher Verein, der sich beim Ferienprogramm, beim Brunnenfest, beim Späh Cup und beim Weihnachtsmarkt engagiere. „Es ist eine gelebte Verbindung“, stellte er fest. So gehöre die Bundeswehr zum Stadtbild, was in wenigen Gemeinden noch der Fall sei, seit die Bundeswehr verkleinert und die Wehrpflicht abgeschafft wurde.

Es sei ihm bewusst, dass die Präsenz der Kompanie jedes Mal eine personelle Herausforderung sei. Deshalb würdigte Bürgermeister Fischer das Engagement von Oberstabsfeldwebel Jens Cloos, der die Besuche und Teilnahme an Veranstaltungen koordiniert. Hauptmann Wild sprach ein großes Dankeschön aus. Die Patenschaft sei eine sehr fruchtbare, die es nun zu aktualisieren gelte. So setzen sich Bürgermeister Fischer und Hauptmann Wild an den Tisch und unterzeichneten zwei große Urkunden, die künftig im Rathaus und in den Räumen der Bundeswehr in Stetten hängen werden.

Kreismusikfest als Höhepunkt

In seiner Neujahrsansprache blickte Bürgermeister Fischer vor allem auf das neue Jahr. Das große Bruderschaftstreffen in Heudorf sei alle acht Jahre eine Herausforderung für alle. Das Kreismusikfest werde ein Highlight sein. Die Vereine werden insgesamt wieder viele Veranstaltungen machen. Er dankte allen für ihr ehrenamtliches Engagement in der Stadt. Er hob das Glas auf das Jahr 2020 und wünschte vor allem beste Gesundheit. Vorsätze habe er keine, weil es sowieso anders komme. Es werde Erfolge und Misserfolge geben. Das Schicksal werde seinen Lauf nehmen, sagte er.

Landtagsabgeordnete Bogner-Unden wünschte, dass jede und jeder dem neuen Jahr Sinn gebe. Sie lobte die Entwicklungen in Scheer: Schaffung von Wohnraum in der Innenverdichtung, der geplante neue Supermarkt vor Ort, das Familienzentrum, die Grundschule, die einen sehr guten Ruf habe, die neue Arztpraxis. Sie erwähnte auch die Zuschüsse, die es ermöglichen, den Fruchtkasten zu sanieren. 2020 gebe es weiterhin viel zu tun. Sie werde sich für den öffentlichen Personennahverkehr und die Einrichtung einer Bahnhaltestelle in Scheer einbringen, versprach sie. Landtagsabgeordneter Klaus Burger betonte die Kraft der Zuschüsse, die neues Leben entfalten.

Die Entwicklung in Scheer sei positiv. Mit dem Doppelhaushalt des Landes sei nun zum ersten Mal ein dauerhaftes Förderinstrument für den Ländlichen Raum geschaffen worden, von dem der Landkreis und die Stadt profitieren werde. Auch werde auf Landesebene für die Sicherung der medizinischen Versorgung gearbeitet. Und die Entwicklung der Heuneburg werde in die Region strahlen, prognostizierte er. Die Sorge um den Frieden, werde das Jahr 2020 prägen. Burger dankte der Bundeswehr, die ihren Teil für die Friedenssicherung tue.

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