Kinder zeigen ihren Familien das Kinderhaus

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In der Küche kommen Neugierige, Eltern und Erzieherinnen zum Gespräch über das Kinderhaus zusammen.
In der Küche kommen Neugierige, Eltern und Erzieherinnen zum Gespräch über das Kinderhaus zusammen. (Foto: Vera Romeu)
Vera Romeu

Das Kinderhaus Sonnenschein in Scheer hat am Mittwoch seine Türen geöffnet und zur Infomesse eingeladen. Es kamen Kindergartenkinder mit ihren Großeltern, um ihnen alles zu zeigen. Es kamen junge Paar, die demnächst für ihr Kind einen Platz möchten und es kamen interessierte Bürger vorbei. Simone Doser, die Leiterin des Kinderhauses, begrüßte die Gäste und lud sie ein, den Rundgang zu machen. In der Küche war ein Büfett aufgebaut, an dem sich die Besucher am Ende des Rundgangs trafen und ins Gespräch kamen. Die Brotaufstriche hatten die Erzieherinnen mit den Kindern selbst zubereitet.

Das Kinderhaus bietet viel. Die Krippe mit zehn Kindern im Alter von ein bis drei Jahre ist ein kuscheliger Ort, an dem die Kleinsten lernen, für sich zu entscheiden, mit wem sie spielen möchten, was es zu essen geben soll. Sie können wählen, ob sie Müsli oder Waffeln wünschen: Dazu gibt es Fotos mit den leckeren Gerichten. Der Tag beginnt mit dem Morgenkreis, in dem man schaut, wer alles da ist und einander bewusst wahrnimmt. Die Erzieherinnen zeigen den Kindern Spiele und Aktivitäten auf. Nach dem Mittagessen geht es in den Schlafraum. Dort haben die Kleinsten gemütliche Körbe, um sich hineinzulegen; die größeren haben richtige kleine Matratzen. Eigene Kuscheltiere liegen im Bettchen und warten. „Der Schlaf der Kinder wird alle Viertelstunden überwacht“, so eine Erzieherin.

In den Regelgruppen gibt es Angebote in Kleinformat: Bauteppich, Puppenecke, Esstisch. Die Räume der Gruppen bleiben immer offen. Die Kinder dürfen sich im ganzen Haus bewegen, sie müssen sich nur abmelden. Dazu stecken sie ihr Foto auf die Abbildung der Spielecke, wo sie hinwollen. Dann weiß die Erzieherin immer, wo die Kinder sind. Die jüngeren Kinder brauchen die Verankerung im Gruppenraum als Rückzugsort. Für sie ist es wichtig, erst Sicherheit zu gewinnen. Im Raum für die Sprachförderung sind es derzeit sieben Gruppen, die das Sprechen üben. Es seien nicht nur Kinder, die einen Migrationshintergrund haben, die zur Sprachförderung kommen, sagte Martina Spiller. Jedes Jahr entstehe eine weitere Gruppe. Es falle auf, dass Kinder häufig kleine sprachliche Auffälligkeiten hätten. Die Kinder üben mit Spielen Mundmotorik, Wortschatz und Anfänge der Grammatik. Parallel gibt es das „Singen - Bewegen - Sprechen“ im katholischen Gemeindehaus Sankt Antonius als musikalische Früherziehung.

An einem Stehtisch empfingen die Elternbeirätinnen die Besucher und suchten das Gespräch. Es mache Spaß in diesem Gremium mit dem Kinderhausteam zusammenzuarbeiten. Sie brächten die Sorgen und Anregungen der Eltern ein, sie dürften bei den Planungen mitgestalten und das Team der Erzieherinnen unterstützen. Am Schwarzen Brett sind die Namen und Erreichbarkeit der Elternbeirätinnen angebracht, sodass die Kontaktaufnahme sehr einfach ist. „Wir sind ja auch oft im Kinderhaus präsent und direkt ansprechbar“, sagte die Beiratsvorsitzende Andrea Will.

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