Kinder experimentieren gerne mit dem neuen Forscherturm

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 Die jungen Forscher freuen sich mit Kinderhausleiterin Simone Doser (hinten von links), Bürgermeister Lothar Fischer, Andrea Wi
Die jungen Forscher freuen sich mit Kinderhausleiterin Simone Doser (hinten von links), Bürgermeister Lothar Fischer, Andrea Will, Wunibald Blender und Dagmar Niederer. (Foto: vera romeu)
Vera Romeu

Im Kinderhaus Sonnenschein erforschen die Kinder die Welt. Dazu haben sie einen neuen Forscherturm bekommen.

Vergnügt stehen sie an den verschiedenen Tischen und ziehen an den Schubladen. Sie machen Experimente. „Dank der Spenden aus dem Erlös des Weihnachtsmarktes und aus der Kasse des Fördervereins wurde diese teure Anschaffung möglich“, freut sich Kinderhausleiterin Simone Doser. Das Kinderhaus ist bereits zertifiziertes Haus der kleinen Forscher. „Mit diesem Turm ist die Rezertifizierung, die im Frühsommer ansteht, gesichert“, kündigt Doser an. Bürgermeister Lothar Fischer freut sich, dass Sonderwünsche, die aus dem Haushalt kaum zu finanzieren wären, auf diese Weise durch die Gemeinschaft erfüllt werden.

Dagmar Niederer und Martina Gruber sind Erzieherinnen im Kinderhaus und Fachkräfte für das mobile Forschungslabor. „Kinder sind neugierig und wissbegierig“, erklärt sie. Deshalb haben sie so viel Freude am Erkunden der Alltagsdinge. Die Magnetwand, die Waage, das Höhenbrett, die Bauklötze, die Spiegelwand und das viele Material bieten den Kindern ein breites Forschungsspektrum. Mathematische und naturwissenschaftliche Themen werden erforscht. Derzeit wird das Wachstum der Pflanzen untersucht: Wie viel Licht braucht es für das Wachstum, wie wirkt sich Dunkelheit auf Pflanzen aus, sind die Fragen, denen die Kinder zum Beispiel nachgehen. Schon im Kindergarten kann der Grundstein für das spätere Interesse an Technik und naturwissenschaftlichen Themen gelegt werden, erklärt Leiterin Simone Doser.

Geburtstags-Rakete begeistert

Der Forscherturm ist kompakt und steht auf Rollen, um überall mitgenommen werden zu können. Der ausgeklügelte Stauraum bietet viel Platz für ganz unterschiedliches Material. Die ausklappbaren Tische sind die Arbeitsplätze für die jungen Forscher. Es gibt einen Forscherkoffer, in dem Versuche beschrieben werden. Sehr beliebt ist bei den jungen Forschern zum Beispiel der Versuch mit der Brausetablette. Damit lässt sich eine kleine spektakuläre Explosion im Glas entwickeln, die schon ihren Namen bekommen hat: „Die Kinder haben dieses Experiment die Geburtstag-Rakete genannt“, berichtet Dagmar Niederer.

Wunibald Blender, der seit 35 Jahre den Weihnachtsmarkt organisiert, hat sich über den Erlös gefreut: 2800 Euro sind innerhalb von zwei Stunden zusammengekommen. Länger dauert der Weihnachtsmarkt nicht. „In dieser kurzen Zeit wurden 450 Würste und 100 Liter Glühwein verkauft“, berichtet Bürgermeister Fischer. Jedes Jahr teilt Blender den Erlös unter den unterschiedlichen Institutionen in Scheer auf: Pflegeheim, OWB, Kinderhaus Sonnenschein und Kindergarten Heudorf, die Grundschule und der 14er-Rat bekommen einen Anteil.

Elternbeirätin Andrea Will berichtet, dass der Förderverein auch mitgeholfen hat, die teure Anschaffung zu finanzieren. Der Förderverein füllt seine Kasse mit Erlösen aus dem Frühlingsmarkt, der Fasnet, Sankt Martinsfeier und Adventsmarkt.

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