Im Auftrag der Natur vor dem Haus

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 Bei der Abschlussveranstaltung nimmt Eva Kastern vom OGV Scheer und Heudorf (Mitte) für das Engagement für die Natur eine Urkun
Bei der Abschlussveranstaltung nimmt Eva Kastern vom OGV Scheer und Heudorf (Mitte) für das Engagement für die Natur eine Urkunde und eine kleine Schlüsselblume von Karl-Heinz Lieber, dem Abteilungsleiter Naturschutz im Umweltministerium BW (links), und Johannes Enssle, Landesvorsitzender des NABU BW (rechts), entgegen. (Foto: NABU)
Schwäbische Zeitung

Gemeinsam mit dem NABU hat der Obst- und Gartenbauverein Scheer und Heudorf sich im Projekt „Blühende Gärten“ dafür eingesetzt, dass Schmetterlinge, Wildbienen und Singvögel im städtischen Garten hinter dem ehemaligen Alten- und Pflegeheim ab diesem Jahr einen duftenden und vielfältigen Lebensraum vorfinden. Damit es künftig dort kräftig summt und brummt, wurden bereits einige Staudenbeete angelegt und vielfältig bepflanzt. Auch Bienennährgehölze und Obstbäume, sowie insektenfreundliche Rosen wurden gepflanzt. Weitere Beete und Gestaltungen sind geplant, heißt es in einer Pressemitteilung.

Ermöglicht hat die Umgestaltung die erfolgreiche Bewerbung und anschließende Beratung zur naturnahen Umgestaltung im NABU-Projekt „Blühende Gärten“. „Die Beratung im Wert von 1000 Euro hat dem Verein den entscheidenden Impuls geliefert. Dem Bürgermeister Lothar Fischer und uns Vereinsmitgliedern ist es ein wichtiges Anliegen, etwas gegen das Artensterben vor unserer Haustüre zu tun! Jetzt bin ich gespannt, was hier im Frühling summt und brummt“, wird Eva Kastern, die Schriftführerin des Vereins, in der Pressemitteilung zitiert.

Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann brachte seine Freude über das Projekt zum Ausdruck. Bei der Abschlussveranstaltung Anfang März in Stuttgart sagte er laut der Mitteilung: „Das Projekt hat gezeigt, wie viele Menschen im Land selbst anpacken wollen, damit es in unseren Siedlungen blüht, summt und brummt! Für die 100 Gartenberatungen hatten sich zum Beispiel über 2000 Privatpersonen, Vereine, Kirchengemeinden und Unternehmen beworben. Das gibt mir Hoffnung, dass wir das Artensterben gemeinsam abwenden können.“

Das Projekt „Blühende Gärten – damit es summt und brummt!“ hat zwei Jahre lang praktische Tipps und Beratungen an Privatpersonen und Institutionen wie Kirchen, Vereine und Unternehmen weitergegeben, damit Igel, Zauneidechse und Tagpfauenauge dort einen Platz zum Leben und Nahrung direkt vor der Haustür finden. Die erfolgreiche Bilanz zum Projektende laut Pressemitteilung: 100 Gartenberatungen vor Ort, 72 Vorträge im ganzen Land, zahlreiche Anrufe beim NABU-Gartentelefon und Aufrufe der Homepage sowie 400 000 verteilte Flyer mit allgemeinen Tipps zum naturnahen Gärtnern samt zertifizierten, heimischen Blumensamen.

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