Heudorfer Halle platzt fast aus allen Nähten

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Der Bruderschaftsball der Narrenbruderschaft Obere Donau fand in diesem Jahr zum 33-mal statt. Alle acht zugehörigen Zünfte waren gekommen, um beim Fasnetsball mitzuwirken. Zunftmeister Marcus Haller, begrüßte alle ganz herzlich in der überfüllten Merkzweckhalle, besonders Landtagsabgeordneten Klaus Burger und Bürgermeister Lothar Fischer, nachdem er sich beim Publikum das verdiente Gehör verschafft hatte.

Vorsitzender der Narrenzunft Heudorf, Reiner Kuchelmeister, erzählte dem Pubklikum, dass am 28. Februar 1987 alles mit der Bruderschaft Oberen Donau begann. Mit einer kleinen Präsentation alter Bilder zeigte er die Gründungsurkunde und wie die alten Vorstandsmitglieder vor 33 Jahren ausgesehen haben. „Fesch seien sie da noch gewesen, die Spitzbuben“, meinte er „aber das Tolle ist, dass sie noch alle auch heute noch aktiv in der Zunft sind!“.

Es folgte ein Spiel mit den Zunftmeistern, welches Dominik Nussbaum für die Zunft aus Blochingen gewonnen hat. Er hatte alle Zunfträte in der richtigen Reihenfolge und in der schnellsten Zeit aufgeschrieben. Was natürlich aber auch daran liegt, dass Blochingen noch eine junge Zunft ist und noch nicht so viele Vorsitzende hatte. Vor ihm waren gerade mal zwei weitere in der Vorstandschaft. Da hatte es Rulfingen schon etwas schwerer bei dem großen Verschleiß von Vereinsvorsitzenden, meinte Reiner Kuchelmeister verschmitzt und gleichzeitig verständnisvoll für den achten Gewinner.

In der Heudorfer Mehrzweckhalle war kein einziger Platz mehr frei. Selbst Stehplätze waren nicht zu erhaschen. Bei den Aufführungen stießen die Akteure von den Hohentengener Hexen fast an die Decke und damit die Halle an ihre Grenzen - Reiner Kuchelmeister meinte nur kurz „man müsse die neue Halle dann aber jetzt noch schnell bauen, bevor die ganzen Millionen in Scheer verbuddelt werden!“ Auch die Bedienungen leisteten den Abend über Schwerstarbeit, zwischen den Tischen und Bänken war kaum ein Durchkommen.

Die einzelnen Zünfte machten mit ihren Auftritten den Abend kurzweilig. Von den Laucherthaler Gardemädels forderten die Zuschauer eine Zugabe, ebenso von dem Hexenballett aus Hohentengen, aber Reiner Kuchelmeister wollte das Programm durchziehen. Die Laizer Balkenstrecker brachten eine Hommage an den Heudorfer Kuckuck, die viele zum Lachen brachte. Tränen in den Augen hatte Bürgermeister Fischer vor Lachen beim Sketch der Rulfinger Feuerwehr. Eigentlich hatten die zwei Feuerwehrmänner auf der Bühne nur Lust darauf ihren eigenen Durst zu löschen, als das Feuer ihres eigenen Hauses oder das von dem Kommandanten. Der ganze Sketch wurde in „hipper“ und in „warm“ noch zusätzlich vorgeführt und als die zwei Hauptdarsteller dann am Schluß ihren Prosecco schlürften, tobte die ganze Halle. Beim letzten Auftritt durften die Mädels aus Heudorf auf die Bühne. Unter der Leitung von Daniela Knaus haben die Jugendlichen das Publikum begeistert. Sie hatten einen fetzigen Tanz einzustudiert, welcher sehr viel Beweglichkeit und Körperbeherrschung erfordert. „Was auf der Bühne einfach aussieht, ist in Wirklichkeit knallhartes, diszipliniertes Training“, sagt eine der Tänzerinnen nach dem gelungenen Auftritt.

Zum Abschluss sangen noch alle zusammen schunkelnd das Bruderschaftslied der Vereinigung, während in den drei Zelten vor der Halle bereits die Party in vollem Gange war und noch bis in die Morgenstunden ging.

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