Gemeinderat treibt Entwicklung des Götz-Areals voran

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Zwischen dem geplanten Parkplatz und der Bundesstraße wird eine 23 Meter lange Lärmschutzwand gebaut, um die Bewohner des Wohnh
Zwischen dem geplanten Parkplatz und der Bundesstraße wird eine 23 Meter lange Lärmschutzwand gebaut, um die Bewohner des Wohnhauses gegenüber gegen den Lärm des Parkplatzes zu schützen. (Foto: Vera Romeu)

Der Gemeinderat treibt die Entwicklung des Götz-Areals und die Anpassung des Bebauungsplans mit Grünordnung im „Rebgarten“ voran. Von 13 Behörden und anderen Trägern öffentlicher Belangen und Anliegern wurden die Stellungnahmen eingeholt. Daraus entstehen notwendige Anpassungen des Bebauungsplans. Architekt Patrick Dorn hat sie bereits eingearbeitet. Die Einfahrt zum Parkplatz und die Zufahrt zum Fruchtkasten wurden geändert, nun sind es drei Lärmschutzwände, um die Lärmemissionen zu verringern. Die Räte haben die Bedenken der Behörden und der Anlieger zur Kenntnis genommen, abgewogen und gegebenenfalls nach guten Lösungen gesucht.

Die Immissionsschutzbehörde hat gefordert, dass die Lärmquellen mit Schutzwänden versehen werden, damit die Nachbarschaft geschützt wird. Bürgermeister Lothar Fischer erklärte der SZ, dass es nun drei Lärmschutzwände sein werden. Eine 3,5 Meter hohe und 26 Meter lange Lärmschutzeinrichtung wird entlang der Südseite des Parkplatzes zum bewohnten Anwesen an der Donau hin gebaut. Dieser Bereich steht als Mischgebiet in den Karten, wird aber tatsächlich als reines Wohngebiet genutzt, sodass ein höherer Lärmschutz vorgegeben sei. Die Anwohnerin wird in die Gestaltung der Lärmschutzmauer einbezogen.

Neue Zufahrt zum Parkplatz notwendig

Auf der Ostseite des Parkplatzes wird es eine drei Meter hohe geschlossene Lärmschutzwand von 23 Meter Länge geben, um das Wohnhaus auf der anderen Seite der Bundesstraße vor Lärm zu schützen. „Dies führt dazu, dass die Zufahrt zum Parkplatz geändert werden muss“, so Fischer. Die Gästeterrasse über dem Verbindungsbau zwischen Fruchtkasten und Sporthalle wird auf drei Seiten eine zwei Meter hohe Glaswand bekommen, weil davon auszugehen ist, dass laute Gespräche geführt werden, die die Nachbarschaft stören könnten. Auch wäre dann ein Public Viewing auf der Terrasse möglich. Die Naturschutzbehörde fordert die Erstellung einer artenschutzrechtlichen Untersuchung im Fruchtkasten vor Baubeginn. Die Räte beschlossen, ein Fachbüro zu beauftragen, das nach den Fledermäusen schaut und Vorschläge zu deren Schutz macht.

Der Fachbereich Straßenbau und die Straßenverkehrsbehörde haben auf die zu beengte Einfahrt in den Parkplatz hingewiesen. So beschlossen die Räte eine Vergrößerung dieses Bereichs, um den Rückstau auf der B 32 zu vermeiden. Dadurch verringert sich die Anzahl der Stellplätze zum jetzigen Planungszeitpunkt auf 68. Doch es ist vorgesehen, dass mittelfristig die Grenze des Landschaftsschutzgebietes geändert wird, dann könnte der Parkplatz erweitert werden. Auch die Anlieferung zum Fruchtkasten musste angepasst werden, weil die geplante Zufahrt zu eng war.

Die archäologische Denkmalpflege wird umgehend informiert, wenn beim Aushub Funde zutage kommen. Bürgermeister Fischer berichtet, dass die Denkmalpfleger in diesem Fall die Funde dokumentieren werden, dass es aber zu keinen großen Zeitverzögerungen kommen werde. Mit der Denkmalpflege wurde im Regierungspräsidium Tübingen ein Gespräch geführt, um die Wege zum Umbau des Fruchtkastens als Versammlungsstätte zu ebnen. Fischer zeigt sich mit den Ergebnissen der Anhörung der Behörden und der Anwohner zufrieden. Der Bebauungsplan wird angepasst und die Planung des Veranstaltungsraums und der Sporthalle vorangetrieben.

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