Fanfaren stimmen gemeinsam zum Jubiläum an

Lesedauer: 5 Min
 Die Mitglieder der Fanfarenzüge versammeln sich zum Jubiläum in Scheer.
Die Mitglieder der Fanfarenzüge versammeln sich zum Jubiläum in Scheer. (Foto: romeu)
Vera Romeu

Der Scheerer Fanfarenzug hat mit Fanfarenzügen der Region und viel Publikum sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Die Fanfaren haben mit ihren Auftritten alle begeistert. Im Innenhof des ehemaligen Pflegeheims war der Festplatz; auf dem Hindenburgplatz die Parade. Ilona Bergmann, Vorsitzendende des Scheerer Fanfarenzugs, moderierte den Sternmarsch der Fanfarenzüge.

Nach dem heftigen Platzregen, der den Organisatoren des Jubiläums kurz zu schaffen machte, schien wieder die Sonne über Scheer. So konnte Bergmann bei schönstem Wetter die vielen Zuschauer und Fanfaren begrüßen.

Das Fest war im historischen Innenhof bereits im Gange: Unter Schirmen saßen die Besucher an langen Tischen und genossen die gute Bewirtung. Reinhold Hospach unterhielt die Gäste mit Musik. Es herrschte eine schöne Atmosphäre. Parallel wurde im Hintergrund die Reihenfolge des Sternmarsches verlost. Und bald ging es los. Von der Bundesstraße kamen im Wechsel von links und von rechts die Fanfarenzüge auf den Hindenburgplatz und stellten sich im Halbkreis auf. Vorsitzende Bergmann kündigte nacheinander die Gruppen an, begrüßte die Leiter und sagte wie viele Mitglieder sie jeweils haben.

Der Fanfarenzug Enzkofen machte den Auftakt. Man hörte ihn schon von weitem: Die Trommeln zogen heran und hallten zwischen den Häusern, Die Fanfaren setzten ein. Es war beeindruckend. Der Fanfarenzug in rot-schwarzer Uniform bog ein, die Fahnenschwinger gingen voraus. Es bot sich ein schönes Bild. Der Fanfarenzug Einhart bekam für seinen Auftritt viel Applaus. Der Fanfarenzug Unlingen überraschte das Publikum mit einem Solisten der vorausging und im Dialog mit den Fanfaren musizierte. Das energische Spiel des Fanfarenzugs Uttenweiler wurde begeistert empfangen. Jubelnden Applaus bekamen die Ostracher Fanfaren. Ein Mädchen ging mit der Fahne voraus. Die Meßkircher Fanfaren machten mit ihrer blau-gelben Uniform in dieser Kulisse was her. Der Fanfarenzug Gammertingen, der ebenfalls das 50. Jubiläum feiert, setzte einen kraftvollen Schlussakkord. Das Publikum war von diesem unterhaltsamen Einmarsch sehr begeistert.

Zu Ehrenmitgliedern ernannt

Der festliche Jubiläumshöhenpunkt wurde zum Schauplatz besonderer Ehrungen. Vorsitzende Ilona Bergmann rief Silvia Irmler und Erika Moß auf, um sie vor großem Publikum zu Ehrenmitglieder des Fanfarenzugs zu ernennen. Beide Frauen haben sich 40 und 41 Jahre lang für den Fanfarenzug eingesetzt, die Vorstandschaft verstärkt und werden es weiterhin tun. Mit viel Freude nahmen beide leidenschaftlichen Fanfarenbläserinnen die besondere Ehrung unter jubelndem Applaus aller Musiker und des Publikums entgegen.

In ihrem Grußwort las Bergmann die Mail vor, die der ehemalige Bürgermeister Rolf Keller an den Fanfarenzug zum Jubiläum geschrieben hat. Er hat vor 50 Jahre die Gründung des Fanfarenzugs initiiert. Er bedauere sehr, dass er nicht zum Fest kommen könne. Er weile derzeit in Ungarn. Das Jubiläum sei ein bedeutendes Ereignis. Er danke allen, die dazu beigetragen haben, diese lange Vereinsgeschichte zu ermöglichen. Die Qualität der Auftritte sei beeindruckend, schrieb Keller. Er kündigte an, dass er in nächster Zeit nach Scheer zu Besuch kommen werde und dem Fanfarenzug ein Jubiläumsgeschenk aus der eigenen Brennerei bringen werde. Diese Ankündigung wurde mit großem Applaus vernommen.

Anschließend gab es ein beschwingtes Platzkonzert. Zuerst spielten alle Fanfarenzüge zusammen ein Stück, dann traten sie einzeln auf. Das Publikum genoss die furiosen Auftritte und gab jubelnden Applaus. Dann ging es zum Festplatz im Innenhof des ehemaligen Pflegeheims rüber, wo weiter gebührend gefeiert und im Wechsel musiziert wurde.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen