„Für uns bricht ein neues Zeitalter der Feuerwehrtechnik an“

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Freuen sich über das neue Fahrzeug (v.l.): die beiden Landtagsabgeordneten Klaus Burger und Andrea Bogner-Unden, Pfarrer Pontian
Freuen sich über das neue Fahrzeug (v.l.): die beiden Landtagsabgeordneten Klaus Burger und Andrea Bogner-Unden, Pfarrer Pontian Wasswa, Kommandant Tobias Braig und Bürgermeister Lothar Fischer. (Foto: Schuler)
Jonas Schuler

Die Stadt Scheer und die Freiwillige Feuerwehr Scheer haben am Sonntag zur Fahrzeugsegnung des neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuges eingeladen. Im Anschluss an einen in der mühevoll dekorierten Stadthalle abgehaltenen Gottesdienst wurde das Gefährt von Pfarrer Pontian Wasswa gesegnet und damit offiziell für einsatzbereit erklärt. Auch die beiden Landtagsabgeordneten des Wahlkreises Sigmaringen Andrea Bogner-Unden (Grüne) und Klaus Burger (CDU) nutzten die Gelegenheit, die Wichtigkeit einer gut ausgestatteten Feuerwehr hervorzuheben.

„Die Überlegungen zur Ersatzbeschaffung für das alte Löschfahrzeug gab es schon seit Mitte 2014“, sagte Kommandant Tobias Braig. „Das alte Fahrzeug war schon gut 24 Jahre alt und verfügte damit nicht mehr über solch moderne Technik, wie man sie für komplexe Einsätze heutzutage braucht.“ 2015 nahm man also die Ersatzbeschaffung in den Haushaltsplan der Stadt auf. Einige Monate später war es nach der Genehmigung durch das Land und den Gemeinderat bereits beschlossene Sache. Nach fast zweijähriger Planungs- und Aufbauarbeit, hauptsächlich durch die auf Fahrzeugbau spezialisierte Firma Walser in Rankweil (Österreich), erfolgte im Mai 2017 die planmäßige Abnahme.

Moderne Ausstattung ist wichtig

„Wir sind froh darüber, mit der Fahrzeugweihe das Projekt am heutigen Tag endgültig für beendet erklären zu können“, freute sich der Kommandant Tobias Braig. Einen besonderen Dank sprach er Bürgermeister Lothar Fischer aus. Zum einen für seine Arbeit als Kamerad, zum anderen für seine Hilfe als Bürgermeister. Denn: Lothar Fischer ist seit vielen Jahren selbst in der Freiwilligen Feuerwehr Scheer, übernimmt hier die Aufgabe des Zugführers. Zu Beginn des Projekts brachte er seine Ideen noch als Feuerwehrmann ein und nach seinem Amtsantritt Anfang letzten Jahres trieb er die Aufbauarbeiten dann als Bürgermeister voran. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in der Feuerwehr weiß er wie kaum ein anderer um die Bedeutung einer modernen, schlagkräftigen Ausstattung: „Für uns bricht heute ein neues Zeitalter der Feuerwehrtechnik an. Wir, als Stadt, sind dazu verpflichtet, den Bürgern eine ausreichend ausgestattete Feuerwehr für die Gewährleistung des Schutzes bereitzustellen. Dieses neue Löschfahrzeug stellt daher eine sehr gute Investition dar.“ Überaus dankbar sei man dem Land Baden-Württemberg für die Zuschüsse in Höhe von rund 180 000 Euro. Scheers Bürgermeister sprach des Weiteren ein Lob aus an alle Hilfsorganisationen, für deren tatkräftigen Einsatz sowie an die Arbeitgeber, welche sich zur Freistellung bereiterklärten.

Abgeordnete wollen unterstützen

Die Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden drückte anschließend ihren Respekt für die Bereitschaft der Feuerwehrleute aus, bedingungslos ihr Leben für die Rettung ihrer Mitmenschen in Gefahr zu bringen. „Die Arbeit der Feuerwehr ,Retten – Löschen – Bergen – Schützen’ wurde durch diese Investition enorm erleichtert“, sagte Bogner-Unden und brachte gleichzeitig ihren Wunsch hervor, dass alle Kräfte nach ihren Einsätzen künftig weiterhin unversehrt zurückkehren sollen. Klaus Burger schloss sich seiner Kollegin an und möchte sich weiter darum bemühen, angemessene Gelder in die Unterstützung und Förderung der Feuerwehren fließen zu lassen. Etwas ganz Besonderes im Landkreis sei die Arbeit der Notfallseelsorge, würdigte Burger die Bedeutung der gemeinsamen Trägerschaft mit den Feuerwehren.

Nach dem offiziellen Festakt sorgte der Musikverein Heudorf für musikalische Unterhaltung zum Mittagstisch und anschließendem Kuchenbuffet. Interessierte Besucher konnten sich noch den Nachmittag über das Hilfeleistungslöschfahrzeug 20, das einen Gesamtwert von 400 000 Euro hat, vor der Stadthalle aus nächster Nähe ansehen. Dabei konnten sie sich die Technik erklären lassen oder auch selbst in dem neuen Löschzug Platz nehmen. Zur Freude aller kleinen Gäste hatte die Jugendfeuerwehr eine Kinderecke samt Hüpfburg aufgebaut.

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