Auf der Suche nach der Wahrheit im Wein

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Besucher des Weinfestes stoßen auf die neue Lokalität und das gelungene Fest an.
Besucher des Weinfestes stoßen auf die neue Lokalität und das gelungene Fest an. (Foto: Frank Riegger)
Frank Riegger

Der Förderverein des TSV Scheer hat am Samstag zum alljährlichen Weinfest eingeladen – erstmals auf einen neuen „Festplatz“ mit einem anderen, aber ganz besonderen Ambiente.

Der Innenhof des alten Pflegeheimes erlebt eine Wiederbelebung. Der Platz, ähnlich einer kleinen Parkanlage, gelegen unterhalb des Schlosses, im Hintergrund das alte Waschhäusle. Es ist der Platz für standesamtliche Hochzeiten, Jubiläumsfeiern von Vereinen und nun auch das Scheermer Weinfest. Hier kann Jung und Alt sich in gemütlicher Atmosphäre begegnen und Feste feiern.

Eine Bestätigung dafür waren die vielen Gäste – es gab keinen Sitzplatz mehr – auch im Stehen feierten die Gäste das diesjährige Weinfest. Die große „Laube“, Stehtische, loderndes Licht aus den Feuerschalen und das bei Einbruch der Dunkelheit mit Scheinwerfern „gestreichelte“ Schloss gaben diesem Weinfest eine besondere Note – ein Platz zum Wohlfühlen und zufrieden sein – mitten im Herzen der Stadt.

Wie schon berichtet, stand der bisherige Platz nicht mehr zur Verfügung. Die Stadtverwaltung empfahl den neuen „Festplatz“ und unterstützte durch Nutzung der vorhandenen Toilettenanlagen, mit Wasserzufuhr und Stromversorgung. Die Verantwortlichen des TSV, Sven Osterfeld und Christian Baumgart, zeigten sich außerordentlich zufrieden mit Organisation, Besucherzahl und Ablauf. Wie auch in der Vergangenheit war es wieder ein auf den Punkt getroffenes Fest mit Bürgern, Gästen und Freunden aus der Umgebung.

Seit sieben Jahren feiert Scheer sein Weinfest. Es begann damit: Eine große, stabile „Laube“ befand sich im Vereinsbestand. Ob diese noch brauchbar war, sollte durch einen Probeaufbau geprüft werden. Wenn dieser klappen sollte, solle ein Weinfest gefeiert werden. Und es hatte geklappt. Das erste Weinfest war somit im Jahr 2013 geboren. In den weiteren Jahren hatte sich Fest mit wachsender Erfahrung prima entwickelt. Mit circa 20 Helfern aus dem Verein war es möglich, diese Veranstaltung zu meistern.

Zum Essen gab es passend zum Wein Käse und frische Dennete. Alljährlich, nach diversen Weinproben beim treuen Partner, dem Weinhändler Nell aus Sigmaringen, wählt der Vorstand das Weinangebot aus. So standen in diesem Jahr dem Gast zehn verschiedene edle Tropfen zur Wahl. Aus Württemberg, vom Bodensee, aus Italien und Frankreich mit den Fußnoten: verführerischer Italiener, fruchtiger und rassiger Württemberger, Fruchtbombe aus Frankreich, inhaltsreich, charaktervoll und so weiter. Ganz einfach eine tolle Vielfalt an Weinen, die das Herz, Nase und Gaumen erfreuen können. So erinnert der Stuttgarter Aphoristiker Werner Mitsch mit folgenden Worten: Wer die Wahrheit im Wein finden will, darf die Suche nicht gleich beim ersten Glas aufgeben – und die Besucher beim Weinfest in Scheer haben nicht aufgegeben.

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