Wenn zufällige Begegnungen das ganze Leben verändern

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 Ulla Leinß bei ihrer Lesung im Rittersaal des Burg-Cafés.
Ulla Leinß bei ihrer Lesung im Rittersaal des Burg-Cafés. (Foto: Artur Bay)
Schwäbische Zeitung

Zwanzig Literaturfreunde haben am Sonntagmorgen den Weg in den Rittersaal des Burg-Cafés gefunden, um Ulla Leinß zuzuhören, die aus ihrem Erstlingsroman „Der Hoffnung Morgenschein“ vorgelesen hat. Überwiegend sind es Frauen, die der Autorin mit großer Aufmerksam zuhören. Die gebürtige Rheinländerin lebt seit vielen Jahren in Levertsweiler-Ostrach und ist von Beruf Sprachheillehrerin.

In ihrem Buch treffen zwei Menschen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist zum einen Gerlinde Frohmund, eine Frau von Ende Sechzig, gutsituiert, Single, Vorsitzende ihrer Fraktion im Gemeinderat einer oberschwäbischen Kleinstadt, respektiert und verdienstvoll tätig zum Gemeinwohl. In einer wichtigen Abstimmung versagt ihr die Fraktion jedoch die Gefolgschaft. Sie ist nicht mehr gefragt, das schmerzt. Über Umwege lernt sie in dieser Situation Anton Mohammed Abdullhi kennen, ein Emigrant aus Somalia. Der Roman zeigt auf, dass Vorurteile das Schlimmste sind im Umgang mit Menschen anderer Nationalität und Hautfarbe - und dass eine Offenheit ihnen gegenüber eine Bereicherung sein kann. Am Ende der Lesung stand die Autorin dem Zuhörerkreis Rede und Antwort, wie und aus welchen Beweggründen der Roman, entstanden ist. Der Erlös der Veranstaltung ging an den Verein Nothilfe.

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