Wald überzeugt mit Präventionskonzept

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 Freuen sich über ein gelungenes Präventionskonzept: (von links) Stefan Häußler, Sparkassenstiftung, Landrätin Stefanie Bürkle,
Freuen sich über ein gelungenes Präventionskonzept: (von links) Stefan Häußler, Sparkassenstiftung, Landrätin Stefanie Bürkle, Sparkassenstiftung, Jochen Bernauer, Schulsozialarbeiter an der Grundschule Wald, Michael Hahn, Sparkassenstiftung, Walter Beyer, Schulleiter Grundschule Wald, und Liane Schneider vom staatlichen Schulamt Albstadt. (Foto: Kersten Hamann)
Kersten Hamann

Das Präventionskonzept ist voll aufgegangen: Der durch die Hohenzollerische Landesbank Kreisparkasse zum zweiten Mal ausgelobte Bildungspreis geht in diesem Jahr an die Grundschule Wald. Im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Grundschule Wald wurde der mit 2500 Euro dotierte Preis durch Landrätin Stefanie Bürkle und Michael Hahn von der Sparkassenstiftung an Schulleiter Walter Beyer übergeben.

Für diesen Preis konnten sich die verschiedensten Bildungseinrichtungen bewerben. Kindergärten, Schulen oder auch Vereine hatten die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Unter insgesamt 17 Bewerbern konnte sich die Grundschule Wald eindrucksvoll durchsetzen. Die Jury, die sich aus der zuständigen Schulrätin des Staatlichen Schulamts Albstadt, Liane Schneider, Claudia Baur von der Stabsstelle Bildung und Schule des Landratsamts Sigmaringen und dem Vorstand der Sparkassenstiftung, Landrätin Stefanie Bürkle, Michael Hahn und Stefan Häußler zusammensetzt, war sich einig, wer in diesem Jahr den Preis erhalten soll. Dies machte auch Stefanie Bürkle aus der Jury in ihrer Laudatio sehr deutlich: „Die Grundschule Wald hatte eindeutig die Nase vorn. Für uns ist es wichtig, dass das Projekt pädagogisch wertvoll und vor allem nachhaltig ist“, sagte Bürkle. „Das Konzept zieht sich vom ersten bis zum vierten Schuljahr durch und legt damit eine wichtige Grundlage für das weitere Leben. Man lernt, sich zurückzunehmen und wieder aufeinander zuzugehen. Es ist einmalig und konzeptionell sehr durchdacht“, so Bürkle weiter.

Jochen Bernauer, Schulsozialarbeiter an der Grundschule Wald, stellte das Konzept detailliert vor. Das Angebot ist auf vier Jahre angelegt. In jeder Klassenstufe gibt es ein Angebot. Das Thema begleitet die Schüler während ihrer gesamten Grundschulzeit. In einem“ goldenen Buch“, was für jede Klassenstufe angelegt ist, ist alles festgehalten, auch für die Eltern. Neben den schulinternen Veranstaltungen werden auch externe Fachkräfte in Workshops eingebunden. Themen wie „Suchtprävention, Gewaltprävention oder auch Gesundheit und Körper, zum Beispiel Umgang mit Wut und Ärger, gehören zum Programm“, so Jochen Bernauer in seinem Vortrag.

Anschließend ging es noch in die Turnhalle. Hier zeigten die Kinder unter Anleitung von Bernauer der Jury, was sie bereits gelernt hatten. „Raufen nach Regeln“ heißt eine der Übungen. Die Kinder lernen hier eindrucksvoll, fair miteinander umzugehen und Grenzen zu erkennen. Judith Sarachella, Mitglied im Elternbeirat und Mutter von zwei Kindern in den Klassen zwei und vier, ist bereits jetzt von dem Konzept voll überzeugt. „Es vergeht kaum ein Tag, an dem meine Kinder keine neuen Themen zu diesem Konzept mitbringen“, sagte sie. Was sich bereits jetzt bei den Kindern eingeprägt habe, sei die Stop-Regel, so Sarachella weiter. Bis hier hin und nicht weiter könnte man diese Regel auch umschreiben, und auf alle Lebenslagen anwenden.

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