Verwaltung hebt Ausschreibung für Aufzugturm auf

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 Der Verwaltung hat die Ausschreibung für den Einbau eines Aufzugturms am Dominikanerinnenkloster wieder aufgehoben. Die beiden
Der Verwaltung hat die Ausschreibung für den Einbau eines Aufzugturms am Dominikanerinnenkloster wieder aufgehoben. Die beiden eingegangenen Angebote sind zu teuer. Das günstigere Angebot liegt bei 658000 Euro und ist damit 50 Prozent über dem Kostenvoranschlag. (Foto: PR)
Anthia Schmitt

Einstimmig hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung verschiedene Gewerke für die Sanierung und den Ausbau des Dominikanerinnenklosters, nach öffentlicher oder beschränkter Ausschreibung, an den jeweils günstigsten Bieter vergeben. Die Auslastung der Handwerker sei nach wie vor hoch, erklärte Stadtbaumeister Jörg-Steffen Peter. Bei einigen Ausschreibungen sei bedauerlicherweise nur ein einziges Angebot eingegangen.

Die Gipserarbeiten für die Fassadensanierung führt die Firma Haussmann in Weingarten zum Preis von 89 300 Euro aus. Die Baureinigung übernimmt die Firma Ribo Gebäudereinigung in Weingarten zum Preis von 5500 Euro. Die Holzfensterläden liefert die Firma Frickana in Aach-Linz zum Preis von 57 600 Euro. Lieferung und Montage der Rollregalanlagen übernimmt die Firma Jorge zum Preis von 24 900 Euro. Die Teeküchen baut die Schreinerei Walz in Otterswang zum Preis von 14 200 Euro ein und die Sandsteinlaibungen saniert die Firma Findeisen in Kisslegg zum Preis von 30 700 Euro.

Ebenfalls vergeben wurde die Rohbauarbeiten für den Einbau des Aufzugturms. Den Auftrag erhielt die Firma Martin in Meßkirch zum Preis von 73 000 Euro. Die Fliesenarbeiten, die zuletzt mangels eines Angebots nicht vergeben werden konnten, führt nun nach freihändiger Ausschreibung die Firma Eichinger in Engen zum Preis von 26 300 Euro aus. Nicht akzeptabel für die Verwaltung und den Gemeinderat waren die beiden eingegangenen Angebote für den Aufzug. Das günstigere Angebot lag bei 658 000 Euro und damit 50 Prozent über dem Kostenvoranschlag. „Die Finanzierung des Projekts kommt bei diesem Preis ins Wanken“, sagte Peter dem Gemeinderat. Er schlug deshalb nach reiflicher Überlegung vor, diese Ausschreibung aufzuheben und in eine nach ersten Gesprächen erfolgversprechende Verhandlungsvergabe einzusteigen. „Eine Verhandlungsvergabe lässt günstigere Preise erwarten“, sagte Peter.

Das Gremium folgte diesem Vorschlag der Verwaltung einstimmig. Die Vergabe wurde auf die nächste Sitzung im Juni verschoben. Zur Kostenentwicklung sagte Peter, dass sich die Kosten stand heute einschließlich der Kosten für den Aufzug um 290 000 Euro gegenüber der Kostenschätzung vom Mai 2018 erhöhen. Es seien einige bauliche Verschiebungen zur Kostenminderung vorgenommen worden, erklärte er. Deutliche Mehrkosten seien beim Brandschutz entstanden, denn die Anforderungen hätten sich während der Bauzeit gegenüber der ursprünglichen Planung verändert.

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