Vater der Wimmelbilder stirbt mit 86 Jahren

Ali Mitgutsch stirbt mit 86 Jahren.
Ali Mitgutsch stirbt mit 86 Jahren. (Foto: anja koehler)
Schwäbische.de

Ali Mitgutsch, der Vater der Wimmelbilder, ist am Montag im Alter von 86 Jahren in München gestorben. Großes Bedauern löst die Nachricht vom Tod des Künstlers Ali Mitgutsch beim Team der städtischen Galerie „Alter Löwen“ in Pfullendorf aus.

Im Herbst 2017 war es Hermine Reiter gelungen so viele Wimmelbilder wie noch niemals in einer Ausstellung zu sehen waren, nach Pfullendorf in die städtische Galerie „Alter Löwen“ zu holen. Es gab jedoch in Pfullendorf in der großen Retrospektive über sein Lebenswerk damals noch viel mehr zu sehen. Auf drei Etagen in dem großen historischen Gebäude wurden auch seine wenig bekannten Aquarelle aus den frühen 60er Jahren gezeigt. Wichtig war es Reiter, zahlreiche Skizzen, Studien und Entwürfe zu den Bildern zu zeigen, denn so wurde die Entstehungsgeschichte eines Wimmelbildes für den Betrachter greifbar – und Details sichtbar. Und Details gibt es unzählige in diesen Bildern.

Äußerst interessant waren auch die sogenannten „Drehbilder“. Diese Bilder kann man von allen vier Seiten aus betrachten. Was hier noch sehr interessant war, aber leider nur während der Führungen gezeigt werden konnte, war die Rückseite dieser Bilder. Denn hier ist das Motiv nochmals mit schwarzer Tusche aufgezeichnet. Auch viele seiner Traumkästchen konnten hier ausgestellt werden. Wie begeistert die Besucher vom Ausstellungsbesuch waren, konnte auch an den Einträgen im Besucherbuch nachvollzogen werden. Ali Mitgutsch ging nie ohne Stift und Papier aus dem Haus. Im Grunde seines Herzens hat er sich immer die kindliche Sichtweise behalten. Wer seine Bücher kennt, weiß von dem Gewusel von Geschichten auf den einzelnen Seiten. Hier passierte alles gleichzeitig – Missgeschicke – Streiche – Unglücke. Die Kinder und auch die Erwachsenen lieben seine Bücher. Die Ali Mitgutsch-Ausstellung war äußerst erfolgreich. Viele damalige Besucher werden sich bei der Nachricht seines Todes gerne an Ihren Ausstellungsbesuch in der städtischen Galerie „Alter Löwen“ erinnern.

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