Teuerster Meilenstein der Geschichte

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Per Knopfdruck nehmen Ralf Braun (links), Michael Reinhard, Gerd Hailfinger, Albert M. Baehny, Thomas Kugler, Stefanie Bürkle un
Per Knopfdruck nehmen Ralf Braun (links), Michael Reinhard, Gerd Hailfinger, Albert M. Baehny, Thomas Kugler, Stefanie Bürkle und Christian Buhl das erweiterte Logistikzentrum der Firma Geberit in Betrieb. (Foto: Thannheimer)
Schwäbische Zeitung
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Der Sanitärtechnikhersteller Geberit in Pfullendorf hat am Freitag die Erweiterung seines Logistikzentrums offiziell in Betrieb genommen. 40 Millionen Euro wurden für den Kapazitätsausbau aufgewandt. Dadurch können die Kunden hocheffizient und zuverlässig beliefert werden.

Ohne Umwege direkt zum Kunden: Mit diesem Anspruch hat Geberit das neue Logistikzentrum mit sechs Gebäudeteilen gebaut. Nach dem Spatenstich vor zwei Jahren wurde mit der Eröffnung ein weiterer Meilenstein gesetzt. Und was für einer: „Es ist die größte Einzelinvestition in unserer Firmengeschichte“, sagte Christian Buhl, Vorsitzender der Konzernleitung, bei der Präsentation des Logistikzentrums vor mehreren hundert Gästen.

Das erweiterte Logistikzentrum schlägt zahlenmäßig alle Rekorde: ein Hochregallager mit 18 400 Palettenlagerplätzen, 16 Arbeitsplätze nach dem Prinzip Mensch-zu-Ware zum Kommissionieren und Verpacken, ein Wabenlager mit 1800 Kassettenlagerplätzen für Rohre bis fünf Meter und eine Kranhalle zum Be- und Entladen – alles höchst professionell und höchst effizient. „Die flexible und nachhaltige Logistik ist der entscheidende Erfolgsfaktor“, sagte Gerd Hailfinger, Geschäftsführer Geberit Logistik, der als erster Redner an das Pult trat. Das Ergebnis des 40 Millionen Euro teuren Projekts sei bemerkenswert.

Drittes Hochregallager

Die Logistik zählt zu den Kernkompetenzen der Firma Geberit, die 1998 das erste Hochregallager bauen ließ und 2010 das zweite. „Die Abstände werden immer kürzer“, sagte Pfullendorfs Bürgermeister Thomas Kugler, der mit Spaß und Freude verfolge, was sich im Konzern bewegt. Geberit sei der Klassenprimus in der ersten Liga und halte dem Standort Pfullendorf die Treue.

2014 war die Geberit-Geschäftsführung bei Kugler gewesen, um ihm den Masterplan bis 2020 vorzustellen. Innerhalb weniger Wochen wurde der Bauantrag eingereicht und genau so schnell die Baugenehmigung erteilt. Landrätin Stefanie Bürkle lobt die gut vorbereiteten Unterlagen, die das Großprojekt beschleunigen konnten. „Es war die richtige Entscheidung, in Pfullendorf zu investieren“, so Bürkle, die auch den Mitarbeitern dankte, „die das Herz am richtigen Fleck haben“.

Das erweitere Logistikzentrum sichert nicht nur Arbeitsplätze, es schafft auch neue. Die automatisierten und aufeinander abgestimmten Prozesse auf einer Nutzfläche von etwa 60 000 Quadratmetern sorgen dafür, dass die Warenlieferungen mit hoher Zuverlässigkeit und termingerecht bei mehr als 7000 Kunden in mehr als 100 Ländern ankommen.

Jeden Tag verlassen etwa 120 Lastwagen das Werksgelände in Pfullendorf, die zuvor von den Mitarbeitern beladen werden. 330 Mitarbeiter sind in der Logistik beschäftigt und erledigen mehr als drei Millionen Aufträge im Jahr. „Die Flexibilität ist das Maß aller Dinge“, sagte Ralf Braun, Leiter der Logistik.

Per Knopfdruck wurde nach den Reden und einem kurzen Imagefilm das erweiterte Logistikzentrum offiziell in Betrieb genommen. Seit Anfang des Jahres laufen die Maschinen schon. Die Gäste konnten sich von den optimierten Arbeitsabläufen selbst ein Bild machen. Christian Buhl war fasziniert von der cleveren Lösung, mit der Geberit als europäischer Marktführer seine Wettbewerbsfähigkeit ausbauen will. „Man muss das gesehen haben, um zu wissen, was hier geleistet wird.“

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