Städtepartnerschaft bekommt neuen Schwung

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Die Besucher aus Pfullendorf und ihre französischen Gastgeber haben bei einem unterhaltsamen Programm viel Gelegenheit zum Austa
Die Besucher aus Pfullendorf und ihre französischen Gastgeber haben bei einem unterhaltsamen Programm viel Gelegenheit zum Austausch. (Foto: privat)
Anthia Schmitt

Die Stadt unterstützt Vereine, die die Städtepartnerschaft mit St. Jean de Braye pflegen, indem sie bei Fahrten in die französische Partnerstadt die Buskosten übernimmt. Kontakte vermitteln Sekretariat des Bürgermeisters, Telefon: 07552/25 10 02 oder 25 11 02, und Daniela Marx von der deutsch-französischen Gesellschaft, Telefon: 07552/40 87 10.

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Seit drei Jahrzehnten pflegt die Stadt Pfullendorf eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt St. Jean de Braye bei Orléans. Nachdem im vergangenen Jahr eine Delegation aus Frankreich im Linzgau weilte, um das Jubiläum zu feiern, fuhr nun übers lange Himmelfahrtswochenende ein Bus zum Gegenbesuch an die Loire. Darin saßen 28 Vertreter der Stadt und der besonders um die Städtepartnerschaft bemühten Vereine sowie einigen Urgesteine der deutsch-französischen Freundschaft.

In St. Jean de Braye wurde den Gästen ein ausgesprochen herzlicher Empfang bereitet, wie Bürgermeister Thomas Kugler bei einem Pressegespräch am Dienstag berichtete. Die Besucher erlebten ein abwechslungsreiches Programm aus offiziellen Empfängen und unterhaltsamen Ausflügen und Besichtigungen. Der zufällig gleichzeitig angereiste Pfullendorfer Chor „Chips und Flips“ gestaltete mit dem französischen Chor „La Cantarelle“ ein gemeinsames Konzert. Begleitet wurden die Gäste stets von einer Delegation der Stadt und den Mitgliedern der Amitié Abraysienne Sans Frontière (AASF, Freundschaft ohne Grenzen) – der Organisation, die in St. Jean de Braye für die Städtepartnerschaften zuständig ist. Als Gastgeschenk, das Thomas Kugler an seinen französischen Amtskollegen David Thiberge übergab, hatten die Pfullendorfer ein Relief des Denkinger Kunstschmids Peter Klink mitgebracht, das einen Jakobuspilger zeigt.

Thiberge und Kugler unterstrichen, wie wichtig die deutsch-französische Freundschaft und die Städtepartnerschaften als gute Basis für Europa sind. Gerade in Zeiten, in denen der Kontinent von Finanzkrisen, der Flüchtlingsfrage, dem Brexit und europafeindlichem Populismus erschüttert wird.

Zugang zu anderen Denkweisen

Thomas Kugler sprach in St. Jean de Braye von einer „deutsch-französischen Familie“. Europa müsse von der Basis gelebt werden. „Es ist wichtig, dass sich die Menschen kennen und dass sie zusammenkommen“, sagte der Pfullendorfer Bürgermeister. „Freundschaften bilden einen Zugang zum anderen. Sie bieten die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, und andere Denkweisen kennenzulernen.“

Einig waren sich die Bürgermeister aber nicht nur in ihrem Dank an all jene, die einst den Grundstein für die Freundschaft der beiden Städte gelegt haben und die Städtepartnerschaft bis heute mit Leben erfüllen. Kugler und Thiberge teilen auch die Visionen für die Zukunft. Beide wünschen sich eine Intensivierung der Partnerschaft – insbesondere bei der jüngeren Generation, damit die Freundschaft noch lange besteht.

„Die Begegnung in St. Jean de Braye hat der Städtepartnerschaft Auftrieb gegeben“, sagte Bürgermeister Thomas Kugler beim Pressegespräch. „Es wäre mein Wunsch, dass sich noch mehr Vereine finden, die den Kontakt pflegen.“ Der Bürgermeister berichtete von 130 Vereinen in St. Jean de Braye, mit denen man eine Beziehung aufbauen könnte. Geplant sei auch, den deutsch-französischen Austausch bei der Berufsorientierung am Gymnasium (Bogy) zu intensivieren.

Wann das nächste offizielle Treffen stattfindet, steht schon fest: Thomas Kugler hat an die französischen Freunde eine Einladung zur Feier ausgesprochen, die 2020 dem 800-jährigen Bestehen der Stadt Pfullendorf gewidmet ist.

Die Stadt unterstützt Vereine, die die Städtepartnerschaft mit St. Jean de Braye pflegen, indem sie bei Fahrten in die französische Partnerstadt die Buskosten übernimmt. Kontakte vermitteln Sekretariat des Bürgermeisters, Telefon: 07552/25 10 02 oder 25 11 02, und Daniela Marx von der deutsch-französischen Gesellschaft, Telefon: 07552/40 87 10.

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