Sportclub Pfullendorf plant Jubiläumsveranstaltungen

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 Der SC sucht einen neuen Pächter für das Stadionrestaurant.
Der SC sucht einen neuen Pächter für das Stadionrestaurant. (Foto: stt)
Anthia Schmitt

Eine ganze Reihe von Ereignissen und Neuerungen begleiten den Pfullendorfer Sportclub (SCP) durch das Jahr seines 100-jährigen Bestehens. Seit Monaten laufen Umbau- und Renovierungsarbeiten: Die Tribüne hat bereits im vergangenen Herbst eine neue Bestuhlung bekommen und derzeit wird auch der Umkleidebereich umfangreich saniert.

300 000 Euro, so Karl Fritz, der als stellvertretender Vorsitzender für die vereinseigenen Immobilien und die Sportplätze zuständig ist, investiert der Verein in diese Maßnahme. Nicht nur Heizung, Lüftung und Wasserleitungen werden erneuert, sondern auch die Fliesen und der Anstrich. Weitere rund 500 000 Euro hat außerdem die Stadt für den neuen, seit kurzem bespielbaren Kunstrasenplatz ausgegeben. Zu dieser großen Investition, berichtet Fritz weiter, hätten alle Fußballvereine in der Stadt und auch in den Ortsteilen kräftig mit Eigenleistungen beigetragen.

Neben den baulichen Maßnahmen sind es eine Reihe von Veranstaltungen zum Jubiläum, die den Vorstand beschäftigen. Ende Oktober wird in der Stadthalle mit einem großen Festakt gefeiert. Dazu gibt es am 18. Juli ein Freundschaftsspiel des Bundesligisten SC Freiburg gegen eine weitere hochklassige Mannschaft, die noch nicht feststeht.

Ein Blitzturnier mit höherklassigen Mannschaften aus der Region ist ebenfalls in der Planung. Außerdem gibt es Ende Juni das dreitägige Jugendturnier Geberit Trophy und am 25. Mai wird das Endspiel um den Rothauspokal in der Geberit-Arena ausgetragen. Das ist ein Ereignis, das bereits deutlich seine organisatorischen Schatten voraus wirft, denn die Begegnung des Oberligisten FC Villingen und des Verbandsligisten FC Rielasingen/Arlen wird im Fernsehen übertragen.

Pächter des Restaurants hört aus Altersgründen auf

Nicht ganz überraschend, weil schon seit einiger Zeit angekündigt, stehen Karl Fritz und seine Vorstandskollegen nun noch vor einer weiteren Herausforderung: Tibor Eckrich, der seit über 20 Jahren mit seiner Frau das Stadion-Restaurant betreibt, hat aus Altersgründen auf Ende Juni seinen Pachtvertrag gekündigt. „Wir suchen einen neuen Pächter“, sagt Fritz. Natürlich will man sich qualitativ nicht verschlechtern, deshalb sollte der neue Wirt oder die neue Wirtin eine Kochausbildung oder eine Ausbildung zum Restaurantfachmann absolviert haben und Erfahrungen aus der Gastronomie mitbringen.

Fritz sieht eine durchaus positive Zukunft für das Stadion-Restaurant mit seinen 80 Plätzen, dem Nebenzimmer und der Gartenwirtschaft, vor allem, wenn dort weiterhin gut und gutbürgerlich gekocht wird. Er listet auf: Es kommen nicht nur SCP-Mitglieder und Fans, sondern es werden auch Familienfeiern oder Versammlungen von Vereinen abgehalten, Spaziergänger legen eine Kaffeepause ein, beim täglichen Trainingsbetrieb warten die Eltern im Restaurant auf ihre Kinder, die Teilnehmer an Angeboten der umliegenden Sportstätten freuen sich über eine Einkehrmöglichkeit und nach Heimspielen ist das Lokal sowieso voll.

Ab 1. Juli soll das Stadion-Restaurant neu verpachtet werden. Vorher nimmt der Verein noch einige Modernisierungen und Verbesserungen vor. Natürlich darf der neue Pächter mitentscheiden und eigene Ideen oder, auch „wenn alles da ist, was gebraucht wird“, eigene Ausstattungen mitbringen. Auch an der Pacht soll es nicht liegen, wenn der passende Bewerber vorstellig wird. „Das ist Verhandlungssache, es ist uns wichtiger, dass wir einen geeigneten Wirt bekommen“, sagt Fritz, der seitens des Vereins alle Unterstützung zusagt.

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