Spenden reichen sogar für eine neue Leseecke

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Schwäbische Zeitung
Tanja Japs

Illmensee - Schon bei der Feier zum 25-jährigen Bestehen hat das Team der katholischen öffentlichen Bücherei in Illmensee von einer Erweiterung der Einrichtung geträumt – und das liegt inzwischen acht Jahre zurück. Jetzt aber ist der Traum wahr geworden: Am Mittwoch wurde die renovierte Bücherei am Kirchplatz offiziell eröffnet.

Durch die Erweiterung um einen neuen Raum kann jetzt ein Bereich für Erwachsene und ein weiterer für Kinder und Jugendliche angeboten werden. „Wir fühlen uns in den neuen Räumen pudelwohl und auch die Leser sind begeistert“, sagte Brigitte Lohr-Kerle, die das Büchereiteam von 14 ehrenamtlichen Mitarbeitern leitet. „Es war eine große Herausforderung, aber mit vereinten Kräften haben wir sie gemeistert.“ Und manche Dinge dauerten eben etwas länger, bis sie umgesetzt werden.

Aber das Warten hat sich gelohnt, die Neugestaltung der Bücherei kann sich sehen lassen. „Ich finde es hier total gemütlich“, sagte Julia Rinas, die jüngste Teilnehmerin an der Eröffnungsfeier, die sich gleich ein Buch schnappte, um darin zu stöbern. „Ich komme auf jeden Fall wieder.“

Der Bestand der katholischen öffentlichen Bücherei in Illmensee umfasst 3700 Medien für Kinder und Familien, die von 200 aktiven Lesern genutzt werden. Um diesen Service anbieten zu können, waren 510 Stunden ehrenamtliche Arbeit notwendig – und natürlich Geld. Das kam unter anderem von den Mitgliedern des Illmenseer Gemeinderats, die einen Teil ihres Sitzungsgelds für die Renovierung zur Verfügung gestellt hatten. Hinzu kamen ein Zuschuss der Gemeinde Illmensee sowie Spenden von Gewerbe- und Handwerksbetrieben.

Zusammenarbeit mit der Schule

Die Erzdiözese Freiburg, Träger der Einrichtung, verdoppelte sogar den Zuschuss zur Renovierung, sodass es möglich sein wird, eine Leseecke mit einem Sofa einzurichten. „Bei mehr als 89000 Ausleihen im Jahr ist das sicherlich eine gute Investition“, sagte Brigitte Lohr-Kerle. Sie versicherte den Spendern, dass ihr Geld gut angelegt ist. Denn bei einer Bank bekämen sie zurzeit ja ohnehin kaum Zinsen. Besonders erwähnenswert ist die Zusammenarbeit mit der örtlichen Grundschule: Die Schüler gehen einmal pro Woche in die Bücherei, um sich Bücher auszuleihen. Auf diese Weise soll den Kindern das Lesen von verschiedenen Titeln ermöglicht werden.

Zu Beginn der Eröffnungsfeier hatte Pfarrer Martinho Dias Mértola die Gäste willkommen geheißen. „Ein herzliches Vergelt’s Gott an alle Anwesenden, Helfer, Spender und Gewerbebetreibenden, die zur Renovierung und Erweiterung der Bücherei beigetragen haben“, sagte er.

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