Spannendes in der Luft und am Boden

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Lukas M. Heger

Einen Blick in den Hangar oder sich selbst aus dem Flugzeug werfen – am Wochenende ist in Pfullendorf beides möglich. Denn dort findet am Sonntag, 8.September, ein Erlebnistag auf dem Flugplatz statt. Neben Fallschirmsprüngen und Führungen über das Gelände stehen jedoch noch viele weitere Punkte auf dem Programm.

Letzteres hat sich Markus Schatz mit ausgedacht. Er ist Vorsitzender des Pfullendorfer Flugvereins und freut sich auf die familiäre Atmosphäre beim Flugfest. Die gab es nicht immer. „Früher hatten wir regelmäßig einen riesigen Flugtag mit vielen Programmpunkten. In den letzten paar Jahren haben wir das ein bisschen eingedampft. So kommt man nun auch schneller mal mit anderen ins Gespräch, alles bleibt übersichtlich“, gibt Schatz zu verstehen. Eine gute Kommunikation ist dem Piloten ebenfalls wichtig, deshalb steht er „ständig auch in Kontakt mit den unmittelbaren Nachbarn des Flugplatzes. Unter Umständen kann man so auch mal die Flugzeiten ändern oder Routen anders planen.“

Geplant ist auch für den Sonntag vieles. Bei Führungen haben Besucher die Möglichkeit, hinter die Kulissen des Flugsportvereins zu schauen und sich ein Bild der unterschiedlichen Flugzeuge zu machen. Der Verein hat selbst fünf Maschinen, hinzu kommen Mitglieder mit eigenen Flugzeugen. „Dabei decken wir ein gutes Spektrum ab. Vom Ultraleichtflugzeug bis zur Cessna steht einiges in unserem Hangar. Wir haben sogar einen Flugdrachen“, erklärt der Vorsitzende stolz und fügt hinzu: „Wenn am Sonntag das Wetter mitspielt und der Wind nicht zu stark ist, wollen wir einen Flugdrachen ziehen – mit einem weiteren motorisierten Flugdrachen. Das ist ein absolutes Highlight für mich. Mehr Freiheit geht fast schon gar nicht mehr.“ Schwindelfreie Besucher können sich auch selbst in die Luft begeben, der Verein bietet Schnupperflüge an und für Unerschrockene Fallschirmsprünge.

Bereits einen Abend vor dem Flugtag treffen sich auf dem Flugfeld mehrere Piloten von Ultraleichtflugzeugen aus dem „alemannischen Sprachraum“, wie Schatz lachend erklärt. „Das hat unser Schweizer Fliegerkamerad Erwin Bosch organisiert. Die ganzen Fluggeräte kann man dann natürlich auch am Sonntag noch anschauen.“ Ebenso die Vorführungen von Modellflugzeugen, Drohnen und Tragschraubern, die auch als Gyrocopter bekannt sind.

Kinder basteln Papierflieger

„Für Kinder haben wir selbstverständlich auch etwas vorbereitet. Es gibt unter anderem eine Hüpfburg und Papierfliegerbasteln. Es soll keiner zu kurz kommen – weder bei der musikalischen Unterhaltung, noch bei Essen und Trinken“, gibt Schatz zu verstehen, der sich noch gut an die Ausgabe des vergangenen Jahres erinnert: „Wir hatten traumhaftes Wetter und ich konnte die letzte Landung des Abends mit einem Glas Wein und einem Stück Käse genießen. Das kann gerne dieses Jahr wieder so sein. Hoffentlich bringt Erwin wieder einen Laib Käse aus der Schweiz mit.“

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