Reiner Hegner übernimmt Leitung der technischen Betriebe

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Der gelernte Schreiner und Industriekaufmann Reiner Hegner ist beim Pfullendorfer Bauhof für knapp 20 Mitarbeiter zuständig.
Der gelernte Schreiner und Industriekaufmann Reiner Hegner ist beim Pfullendorfer Bauhof für knapp 20 Mitarbeiter zuständig. (Foto: Sebastian Korinth)
Redakteur Alb/Lauchert und Pfullendorf

Nach 30 Jahren als Leiter der technischen Betriebe in Pfullendorf hat sich Klaus Hötz Ende der Woche in Altersteilzeit und damit aus dem aktiven Berufsleben verabschiedet. Seinen Nachfolger arbeitete Hötz in den vergangenen Wochen bereits ein: Der 49-Jährige Reiner Hegner aus Wald ist zuständig für knapp 20 Mitarbeiter. Für diese gibt es nicht nur im Winterdienst immer mehr zu tun.

Reiner Hegner stammt gebürtig aus Wattenreute und wohnt seit 1999 in Pfullendorfs Nachbargemeinde Wald. Nach der Schule ließ sich Hegner zum Schreiner und später zum Industriekaufmann ausbilden, absolvierte verschiedene Zusatzqualifikationen. Zuletzt arbeitete er bei der Firma Jäger in Pfullendorf. Diese hat sich auf den Austausch von Fenstern und Haustüren bei Sanierungs- und Renovierungsarbeiten spezialisiert.

„Nach 22 Jahren im gleichen Unternehmen habe ich einfach noch mal eine berufliche Veränderung angestrebt“, sagt Reiner Hegner. „Irgendwann fragt man sich eben: Willst du das für den Rest deines Berufslebens machen oder noch einmal einen anderen Weg einschlagen?“ Dabei gibt es trotz des anderen Aufgabengebiets der technischen Betriebe auch viele Überschneidungen.

Schon bei der Firma Jäger hatte Reiner Hegner einerseits viel mit Büroarbeit zu tun, andererseits aber auch viel mit der Führung der anderen Mitarbeiter. Er teilte Monteure ein, übernahm die technische Beratung von Kunden und half beim Messeaufbau. Andererseits plante er im Büro den technischen Kundendienst und bearbeitete Rechnungen.

Breites Aufgabengebiet

Reizvoll an der Leitung der technischen Betriebe findet Reiner Hegner vor allem das breite Aufgabengebiet. Die Mitarbeiter kümmern sich etwa um städtische Grünanlagen, den Unterhalt von Straßen und das Beseitigen von achtlos weggeworfenem Müll. „Beim Bauhof arbeiten beispielsweise Gärtner, Straßenbauer, Maurer und Schreiner“, sagt Hegner.

In der kalten Jahreszeit sind die Mitarbeiter viel im Winterdienst aktiv. Stellt Hegner am frühen Morgen fest, dass die Straßen geräumt werden müssen, schickt er die Mitarbeiter los, die um 4 Uhr ausrücken. „Im November 2018 haben wir die ersten gefrorenen Straßen abgestreut, im Dezember den ersten Schneematsch geräumt“, sagt Hegner. Anfang Januar habe es dann einen richtigen Wintereinbruch gegeben.

Der Bereich, in dem die Bauhofmitarbeiter tätig sind, wird derweil ständig größer. Eine wichtige Rolle spielen dabei wachsende und neue Wohngebiete, für die immer auch neue Straßen und Grünflächen angelegt werden – die die städtischen Mitarbeiter dann in Ordnung halten. Noch einmal deutlich mehr bekommen sie zu tun, wenn voraussichtlich 2020 die Nord-Ost-Umfahrung fertig wird. Die Durchgangsstraßen vom Kreisverkehr beim Linzgau-Center bis zum Ortsteil Denkingen werden dann zu Gemeindestraßen umgewidmet. Zuständig für den Unterhalt ist dann ebenfalls die Stadt.

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