Reger Flugverkehr über dem wolkenlosen Himmel

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Diakon Paul Gasser (links), der die Segnung vornimmt, Bürgermeister Thomas Kugler, Franz Stadelhofer, Vorsitzender des Flugspor
Diakon Paul Gasser (links), der die Segnung vornimmt, Bürgermeister Thomas Kugler, Franz Stadelhofer, Vorsitzender des Flugsportvereins, und Frank Vochazer, Abteilungsleiter Motorsegler, wünschen dem neuen Motorsegler allzeit einen guten Flug. (Foto: Anthia Schmitt)
Anthia Schmitt

Bei idealen Bedingungen haben die Flieger des Flugsportvereins Pfullendorf am Sonntag ihr Fliegerfest veranstaltet. Die Sonne schien vom wolkenlosen Himmel und es wehte nicht mehr als ein laues Lüftchen, sodass nicht nur die Besucher gern und ausdauernd auf dem exponiert gelegenen Fluggelände verweilten, sondern auch alle Vorführungen stattfinden konnten. Flugzeuge, Hubschrauber, Fallschirmspringer in ihren Sportmaschinen, originalgetreue Modellflieger, Gleitschirmpiloten und viele weitere größere und kleinere Fluggeräte erhoben sich vor stattlicher Zuschauerkulisse in die Luft und landeten einige Zeit später wieder sicher auf dem Boden.

Fast im Minutentakt gab es auf der Start- und Landebahn Flugaktivitäten zu bestaunen. Außerdem konnten die Maschinen, jene fünf, die im Eigentum des Vereins sind, aber auch die verschiedenen Fluggeräte der Besucher, die durch die Luft angereist waren, besichtigt werden, fachmännische Erklärungen der Piloten inklusive.

Mutige wagen Tandemsprung

Mutige konnten einen Tandemsprung wagen und Flugbegeisterte eine Runde hinunter an den Bodensee mit den Piloten des Vereins drehen. Auch für die jungen Besucher gab es mit einer Hüpfburg und Papierfliegerbasteln jede Menge Abwechslung. Die Allerkleinsten tummelten sich derweil auf dem Spielplatz, der zum Fluggelände gehört, und wer eine Stärkung brauchte, war am Grillwagen richtig aufgehoben. Fetzige Rhythmen des Trios „Party 4 Pleasure“ sorgten zusätzlich für Stimmung.

Ein besonderer Höhepunkt des Fliegerfests war in diesem Jahr die Segnung des neuen Vereinsflugzeugs: Ein weißblauer Motorsegler, ein sogenannter Heubacher Falke mit der Kennung D-KWSH, den der Verein nagelneu für rund 140 000 Euro erworben hat. Bei der Anschaffung unterstützt wurden die Pfullendorfer Flieger, so Abteilungsleiter Frank Vochazer und Vereinsvorsitzender Franz Stadelhofer, vom Badischen Sportbund und von einigen privaten Spendern.

Die Segnung übernahm Diakon Paul Gasser von der Seelsorgeeinheit Oberer Linzgau, der nach einer eröffnenden Luftparade der fünf Vereinsflugzeuge mit dem neuen Flieger zu einem Jungfernrundflug abheben durfte. In seiner kurzen Andacht sagte Gasser, dass Flugzeuge „Reisende in die Ferne bringen und Länder miteinander verbinden“. „Schütze die Fluggäste und die Besatzung, geleite sie sicher auf ihrem Flug und bringe sie unversehrt an das gewünschte Ziel“, segnete er nicht nur das Flugzeug, sondern auch die Piloten. Pfullendorfs Bürgermeister Thomas Kugler hob die Bedeutung des Flugsportvereins für die Stadt hervor und wünschte „allzeit einen unfallfreien Flugbetrieb“.

Ebenfalls gesegnet wurde ein Ultraleichthubschrauber, der auch „Kleiner Thüringer“ genannt wird und der schweizerischen Flugschule „Airleben“ in Mengen gehört. Alois Reischmann, Leiter der Flugschule, feierte das Ereignis anschließend auf seine Weise. Er zeigte den staunenden Zuschauern in einer ganz persönlichen Flugschau nur wenige Meter über dem Boden, wie spielerisch-schnell sich dieser wendige kleine Helikopter mit vier Rotorblättern, aber ohne Heckrotor in alle Himmelsrichtungen bewegen lässt.

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