Pfullendorfer Sozialstation entlastet ihr Personal mit „Ich kann nicht“-Diensten

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Anna Single (links), Einsatzleiterin Haus- und Pflegehilfe, und die neue Pflegedienstleiterin Melanie Reimer (rechts), gratulier
Anna Single (links), Einsatzleiterin Haus- und Pflegehilfe, und die neue Pflegedienstleiterin Melanie Reimer (rechts), gratulieren (von links) Elli Specker (20 Jahre im Team), Elfriede Sader-Dindorf (20 Jahre), Carmen Mahlenbrey (15 Jahre) und Swetlana Balko (15 Jahre). (Foto: Caritas)
Schwäbische Zeitung

Die Sozialstation St. Elisabeth in Pfullendorf führt in diesem Jahr sogenannte „Ich kann nicht“-Dienste für ihre Fachkräfte ein. Wie die Caritas als Trägerin der Einrichtung mitteilt, handelt es sich dabei um einen Pool an Diensten, die zur Verfügung stehen, wenn jemand „mal nicht kann“. In der heutigen Zeit, in der Mitarbeiter vieles mehr in ihrem Alltag bewältigen müssen, komme so etwas immer öfter vor, sagt Pflegedienstleiterin Melanie Reimer. „Mit dem Pool versuchen wir, dem entgegenzusteuern. Das hat auch den Vorteil, dass niemand ein schlechtes Gewissen haben muss.“

Reimer, die seit zwölf Jahren bei der Sozialstation arbeitet, gehört seit 2017 zum Leitungsteam und hat seit April 2019 die Pflegedienstleitung inne. „Probleme haben wir nicht, nur eine ganze Menge zu lösender Aufgaben“, sagt sie. Die Personallage bezeichnet sie als gut – auch wenn der häufig beklagte Fachkräftemangel auch an der Sozialstation nicht vorbeigeht. Zur Entlastung des eigenen Personals sollen zum einen die neuen „Ich kann nicht“-Dienste beitragen. Zum anderen gibt es keine zwölf Diensttage mehr hintereinander und auch keine geteilten Dienste mehr.

Mit 34 Pflegefachkräften, drei Auszubildenden in der Pflege, drei Mitarbeitern im Leitungsteam und zwei in der Verwaltung verfüge man über eine gute Personalausstattung, sagt Melanie Reimer. Hinzu kommen 25 Mitarbeiter in der Haus- und Pflegehilfe, neun Angestellte zum Ausfahren des Essens auf Rädern und sechs Mitarbeiter in der Betreuungsgruppe. Zusätzlich sind dort zwei ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

„Im Bereich Haus- und Pflegehilfe steigt der Bedarf ständig“, sagt Melanie Reimer. Dafür werde auch noch Personal gesucht. Künftig will die Sozialstation noch mehr Betreuungsdienste und Begleitungen anbieten. Auch für das Essen auf Rädern, das täglich ins Haus gebracht wird, sucht die Caritas noch Mitarbeiter.

Bei einer Jahresabschlussfeier der Sozialstation wurden mehrere Mitarbeiterinnen für ihre langjährige Tätigkeit geehrt und mit einem Geschenk bedacht: Elli Specker und Elfriede Sader-Dindorf gehören seit 20 Jahren dem Team an. Carmen Mahlenbrey, Swetlana Balko und Tatjana Lewin kommen auf jeweils 15 Jahre bei der Sozialstation.

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