Pfullendorfer präsentieren Seifenkisten-Projekt in Berlin

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Die pensionierte Lehrerin Antje Fischer begeistert in Pfullendorf Kinder fürs Seifenkisten-Bauen. In Berlin erklärt sie den Hint
Die pensionierte Lehrerin Antje Fischer begeistert in Pfullendorf Kinder fürs Seifenkisten-Bauen. In Berlin erklärt sie den Hintergrund des Projekts, das vom Bund gefördert wird. (Foto: Sebastian Korinth/Archiv)
Schwäbische Zeitung

Die pensionierte Lehrerin Antje Fischer aus Pfullendorf und Sigmaringens Landrätin Stefanie Bürkle haben das Modellvorhaben „Land(auf)Schwung“ bei der Internationalen Grünen Woche in Berlin vorgestellt. Anlass war das „Zukunftsforum Ländliche Entwicklung“, bei dem Akteure aus Politik, Verwaltung, Institutionen, Verbänden und Wissenschaft Fragestellungen zur ländlichen Entwicklung diskutierten. Der Landkreis Sigmaringen gestaltete eine Fachveranstaltung mit, die sich mit „Land(auf)Schwung“ befasste.

In Pfullendorf fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit dem Modellvorhaben die Initiative „MINT begeistern“. Dieses Projekt der Kinder- und Jugendkunstschule setzt bei der Altersgruppe der Grund- und Unterstufenschüler an. In Berlin erklärte Projektvertreterin Antje Fischer den Zuhörern, wie Schüler über das Bauen von Seifenkisten für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und für Handwerksberufe begeistert werden sollen. Die Brüder Lukas und Emil Stern, Teilnehmer eines Seifenkisten-Kurses, vermittelten dem Publikum anschließend anhand einer Bildpräsentation einige Eindrücke aus den Kursen.

Zuvor hatte Landrätin Stefanie Bürkle auf dem Podium bereits das Beteiligungsmodell „14er-Rat“ vorgestellt, das Jugendliche aktiv in die Weiterentwicklung ihrer Heimatgemeinde einbinden soll. 14er-Räte wurden bereits in acht Kommunen im Landkreis Sigmaringen installiert und erfreuen sich großer Nachfrage.

„Bei dieser Beteiligungsform entwickeln 14-Jährige Ideen für ihre Heimatgemeinde. Wir begleiten sie dabei organisatorisch“, sagte Stefanie Bürkle. Viele sinnvolle Vorschläge seien bereits umgesetzt worden. „Auf diese Weise bekommen die Anliegen der Jugendlichen ein Gewicht“, sagte die Landrätin. „Das Projekt leistet somit auch einen wichtigen Beitrag zur Verwurzelung der jungen Leute in ihrer jeweiligen Gemeinde.“

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