Pfullendorf kündigt Radarfallen im Internet an

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An der Heiligenberger Straße in Pfullendorf werden im Januar die Geschwindigkeiten kontrolliert. Die Stadt Pfullendorf veröffent
An der Heiligenberger Straße in Pfullendorf werden im Januar die Geschwindigkeiten kontrolliert. Die Stadt Pfullendorf veröffentlicht im Internet jeden Monat die Radarfallen. (Foto: Thannheimer)
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Vorsicht Radarfalle: Die Stadt Pfullendorf kündigt im Internet unter www.pfullendorf.de öffentlich an, wo jeden Monat die Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer gemessen werden. Der exakte Termin und die Uhrzeiten werden aber nicht genannt. „Das ergibt sich immer kurzfristig“, sagt Jürgen Hess, Leiter des Ordnungsamt der Stadt Pfullendorf.

Verkehrsteilnehmer könnten sich unter Umständen Bußgelder für zu schnelles Fahren sparen, wenn sie einen Blick auf die Internetseite der Stadt Pfullendorf werfen würden, auf der zur Monatsmitte bereits die Radarfallen für den kommenden Monat aufgelistet sind. Im Monat Januar muss sich der Verkehrsteilnehmer darauf einstellen, dass unter anderem Geschwindigkeiten am Langäcker, an der Friedhofstraße oder an der Heiligenberger Straße – Höhe Alno – gemessen werden. „Hintergrund dieser Veröffentlichung im Internet ist es, dass die Verkehrsteilnehmer langsam fahren und die vorgeschriebene Geschwindigkeit einhalten“, sagt Jürgen Hess.

Zuständig für mehr Kommunen

An zehn verschiedenen Orten finden im Januar Radarmessungen statt. Neben Pfullendorf und den Ortsteilen finden auch in Herdwangen-Schönach, Illmensee und Wald Geschwindigkeitskontrollen statt. Pfullendorf hat als untere Verwaltungsbehörde die Zuständigkeit für das Straßenverkehrsrecht und somit auch zuständig für alle Ordnungswidrigkeiten in den genannten Ortschaften.

Insgesamt gibt es in Pfullendorf, Herdwangen-Schönach, Illmensee und Wald 30 solcher Radarorte, die abwechselnd an der Reihe sind. Die Auswahl der Messorte trifft das Ordnungsamt der Stadt Pfullendorf in Absprache mit der Polizei, die ihrerseits auf Land- oder Kreisstraßen ihre Blitzer am Straßenrand aufstellt. „Wir vermeiden dadurch, dass an zwei Orten gleichzeitig kontrolliert wird“, so Hess. Markus Kempf von der EDV-Abteilung der Stadt veröffentlicht die Radarfallen, sobald sich Ordnungsamt und Polizei einig geworden sind. Das geschieht in der Regel in der Mitte des Monats. Die Aufzählung der Radarfallen im Monat Februar müsste in etwa zwei Wochen im Internet zu sehen sein.

Wie oft die Seite mit aufgelisteten Messstellen im Internet besucht wird, ist unklar. Jedenfalls gibt es diesen Service schon seit vielen Jahren. Der frühere Bürgermeister Heiko Schmid war dafür verantwortlich. Es mache Sinn, sich die Liste anzuschauen, sagt Jürgen Hess. Der Verkehrsteilnehmer wird allerdings bei der Aufzählung der Radarfallen die Uhrzeiten und die Tage vermissen, an denen geblitzt wird. „Das halten wir uns offen“, ergänzt Hess. Denn die Messungen seien auch abhängig von der Witterung, „weil an bestimmten Stellen keine Geschwindigkeiten gemessen werden können, falls es schneit.“ Es werde meistens kurzfristig entschieden, wann und wo die Blitzgeräte aufgebaut werden.

Generell habe sich das Verhalten der Verkehrsteilnehmer in der Vergangenheit gebessert. Trotz der stationären Blitzer an der Otterswanger Straße oder in der Ortsdurchfahrt von Aach-Linz seien die Einnahmen durch Bußgeldbescheide konstant geblieben. „Es spricht sich offenbar herum, wo häufiger kontrolliert wird“, ergänzt Jürgen Hess.

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