Nina Uroko erreicht Notendurchschnitt von 1,3

Lesedauer: 6 Min
Cäcilia Krönert

69 Neunt- und Zehntklässler der Werkrealschule Sechslinden in Pfullendorf haben am Donnerstag ihre Abschlusszeugnisse erhalten. In schicken Roben feierten 29 Zehntklässler und 40 Neuntklässler in der Stadthalle ihr Etappenziel. Für den mit 1,3 besten Notendurchschnitt wurde Nina Uroko geehrt.

„Sie können stolz sein auf Ihre Kinder“, sagte Schulleiter Thomas Randecker zu den versammelten Müttern und Vätern der Jugendlichen. „16 von euch machen eine Ausbildung, das ist ein Schritt ins Leben.“ 28 Mädchen und Jungen bleiben an der Schule und werden in der zehnten Klasse ihren mittleren Bildungsabschluss ablegen. „Es ist ein schönes Zeichen, dass ihr gerne zur Schule geht“, sagte Randecker zu den Neunt- und Zehntklässlern.

Die meisten Schüler der insgesamt vier Entlassklassen haben sich also dazu entschlossen, schulisch weiterzumachen. Zehn von ihnen wechseln auf die Berufsschule, einige aufs Gymnasium, aufs berufliche Gymnasium oder auf das Berufskolleg. Sie alle haben das Ziel der Hochschulreife vor Augen. Damit strebe knapp ein Drittel der Schüler eine gymnasiale Bildung an, sagte Thomas Randecker voller Stolz.

Begonnen hatte die Abschlussfeier mit einem feierlichen Gottesdienst in der evangelischen Kirche. Bereits dort stand sie unter dem Motto „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen“. Die Hürden sollten die jungen Menschen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren annehmen, sagte der Schulleiter. Auch wenn das Leben ihnen immer wieder neue Herausforderungen stelle, so sollten die Abgänger den Weg nicht scheuen. Randecker appellierte an sie, mit Respekt dem Mitmenschen gegenüber Brücken zu bauen, nie den Mut zu verlieren und den Weg mit einem Lächeln im Gesicht weiter zu gehen.

Feiern statt Nachdenken

„Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“, sagte die Elternbeiratsvorsitzende Stefanie Lorenz und zitierte damit Sänger Xavier Naidoo. Es sei jetzt, wo alles geschafft ist, nicht darüber nachzudenken, was bei der Schulzeit von fünf oder sechs Jahren besser hätte laufen können. Stattdessen solle jeder einzelne feiern und sich selbst für die eigene Leistung auf die Schulter klopfen, sagte Lorenz. Ein Lob gab es von der Elternvertreterin für das Kollegium: Es gebe ein neues, erweitertes Rollenverständnis der Lehrer, die sich mit Überlegungen zu einer neuen Berufsbezeichnung auch als „Activator“ verstünden. Ein Dank ging auch an die leidgeprüften Eltern, die oftmals mit Schlagbegriffen wie Helikopter- oder gar Rabeneltern betitelt werden.

Durch das Programm der Entlassfeier, das die Schüler selbst gestalteten, führten die Schülersprecher Dennis Fiebich und Michele D’Avino. Unter anderem sangen die Jugendlichen „Bella Ciao“, ein Partisanenlied aus dem Zweiten Weltkrieg. Begleitet wurden sie dabei von Klassenlehrer Horst Kirschner an der Gitarre.

Für viele Schüler gab es Belobigungen und Preise – entweder für sehr gute schulische Leistungen oder für herausragende Sozialkompetenz während ihrer Schullaufbahn. Belobigungen erhielten Endrit Jashari, Kurt Aykut, Svetlana Misütschik, Sena Rohrbeck, Tamara Schönhofer und Büsra Savluk aus den Klassen 9a und 9b.

Saskia Mohr, die selbst einmal Schülerin der Sechslindenschule gewesen war und im vergangenen Jahr ihre Ausbildung zur Bankkauffrau abschloss, überreichte im Namen der Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch den Mathematikpreis an Nina Uroko, Endrit Jashari und Moritz Kern.

Den Hauptschulabschluss mit Belobigung nach der zehnten Klasse erhielten Fathu Karlos, Dennis Fiebich, Vukovic Stjepan und Yalman Lukas. 20 Schüler haben die zehnte Klasse mit einem mittleren Bildungsabschluss absolviert, fünf von ihnen mit Belobigungen. Ihre Namen sind Robert Barth, Andreas Blum, Johannes Danho, Gabriela Kükler und Redl Pascalis. Manuel Frick, Jugendberater der Volksbank Pfullendorf, überreichte Redl Pascalis im Namen der Bank den Sozialpreis.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen