Neuer Kindergarten soll im Frühjahr 2019 fertig sein

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Die Firma Eurokindergarten baut den Ersatz für die Tagesstätte am Stadtgarten.
Die Firma Eurokindergarten baut den Ersatz für die Tagesstätte am Stadtgarten. (Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa)
Redakteur Alb/Lauchert und Pfullendorf

Der Pfullendorfer Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig den Bau eines neuen Kindergartens im Wohngebiet Roßlauf vergeben. Dieser soll im Frühjahr 2019 bezugsfertig sein. Thomas Jacob, Fraktionssprecher der Freien Wähler, kritisierte die Informationspolitik der Verwaltung bezüglich der Energietechnik.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Gemeinderat dazu entschieden, den Kindergarten-Neubau an einen Generalunternehmer zu vergeben. Die Vorteile: ein Ansprechpartner bei allen Anliegen sowie Kosten- und Zeitsicherheit.

Vier verwertbare Angebote seien bei der Stadt eingegangen, berichtete Stadtbaumeister Jörg-Steffen Peter in der Gemeinderatssitzung. Das Gremium folgte seinem Vorschlag, den Auftrag für knapp drei Millionen Euro an die Firma Eurokindergarten aus Warthausen zu vergeben. „Wir tun alles dafür, bis Dezember 2018 fertig zu werden“, sagte Peter im Anschluss. „Garantieren kann ich Ihnen das aber nicht.“ Realistischer sei eine Fertigstellung bis Ostern 2019. Der neue Kindergarten im Wohngebiet Roßlauf wird die bisherige Tagesstätte am Stadtgarten ersetzen. Dieser soll wegen der maroden Bausubstanz abgerissen werden.

Ausgestattet wird der neue Kindergarten mit einem sogenannten Eisspeicher. Dabei handelt es sich um einen Niedertemperatur-Wärmespeicher, der zusammen mit einer Wärmepumpe betrieben wird und die Kristallisationswärme des Eises nutzt. „Auf diese Weise wird im Sommer eine kostenlose Klimatisierung möglich“, sagte Jörg-Steffen Peter.

„Außer der Vorstellung des Plans gab es inhaltlich keine Informationen über die Gebäudetechnik und die Ausstattung des neuen Kindergartens“, kritisierte Thomas Jacob, der gleichzeitig einräumte, dass die Freien Wähler das Pflichtenheft ja auch selbst hätten anfordern können. Jacob befürchtet, dass durch die moderne Technik neue Standards für künftige Bau- und Sanierungsmaßnahmen gesetzt werden. „Das wird uns bei den zukünftigen Haushaltsberatungen einholen“, sagte er.

Die Kritik, nicht rechtzeitig umfassend genug informiert zu haben, ließ Bürgermeister Thomas Kugler gelten. „Das war nicht böswillig“, sagte er. „Nächstes Mal funktioniert es sicher wieder besser. Der Bürgermeister sicherte zu, ein Auge auf die Betriebskosten zu werfen. Das hatten Thomas Jacob in seiner Stellungnahme ebenfalls gefordert. „Seien Sie sicher: Wir werden Sie daran messen und in den ersten Jahren eine Übersicht über die anfallenden Betriebskosten fordern“, sagte er.

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