Neuer Kindergarten heißt „Familienzentrum Sonnenschein“

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Ungefähr so wird das „Familienzentrum Sonnenschein“ aussehen, das bis zum Frühjahr 2019 beim Wohngebiet Roßlauf entstehen soll.
Ungefähr so wird das „Familienzentrum Sonnenschein“ aussehen, das bis zum Frühjahr 2019 beim Wohngebiet Roßlauf entstehen soll. (Foto: Illustration: Jörg-Steffen Peter)
Schwäbische Zeitung
Redakteur Alb/Lauchert und Pfullendorf

Der Generalunternehmer ist beauftragt, das Konzept für die Raumaufteilung nimmt immer mehr Gestalt an und inzwischen steht auch der Name fest: Der neue Kindergarten beim Wohngebiet Roßlauf in Pfullendorf wird „Familienzentrum Sonnenschein“ heißen. Bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend stellte Stadtbaumeister Jörg-Steffen Peter rund 100 Zuhörern noch einmal die Pläne vor.

Zumindest für die anwesenden Gemeinderäte waren diese nicht neu: Sie hatten die meisten Zeichnungen bereits in einer Sitzung des Gremiums im Juni gesehen. Dennoch war Jörg-Steffen Peters Vortrag alles andere als langweilig. So überraschte er nicht nur mit jeder Menge kindgerechten Details, sondern auch mit einer realitätsnahen Illustration des Gebäudes.

Sand, Wasser und Aktionsflächen

Zu Beginn seiner Ausführungen stellte der Stadtbaumeister den Außenbereich des Kindergartens vor. Dieser soll beispielsweise „Aktionsflächen“ für Fahrzeuge wie Laufräder, Roller oder Spielautos beinhalten. Außerdem sind ein Kletterhügel und verschiedene Spielgeräte geplant, die zur Bewegung anregen sollen. Wichtig war Jörg-Steffen Peter aber auch, dass die Kinder draußen mit Wasser und Sand in Berührung kommen. Die Kleinkinder, also die Ein- bis Dreijährigen, bekommen einen abgetrennten eigenen Bereich, der sich aber an den Möglichkeiten für die größeren Kinder orientiert.

Das Erdgeschoss lässt sich im Großen und Ganzen in einen öffentlichen Bereich einerseits und zwei Gruppenräume andererseits unterteilen. Eine Kinderwagengarage im Eingangsbereich macht deutlich, welche Details die Planung eines Kindergartens ausmachen. Darüber hinaus wird es einen großen Raum geben, der beispielsweise auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Geplant sind außerdem ein Elterncafé, eine Küche, ein Personalbüro und Toiletten. Zu den beiden Gruppenräumen kommt ein Schlafraum hinzu.

Sowohl eine breite Treppe als auch ein Aufzug führen ins Obergeschoss. Dort soll es einen Indoor-Spielbereich, einen Bewegungsraum und Toiletten geben. Die beiden Gruppenräume werden durch eine Küche ergänzt, die über ein Podest gleichzeitig von Kindern und Erwachsenen genutzt werden kann.

Mit der Rutsche in den Garten

Nach unten in den Außenbereich gelangen die Kinder nicht nur über eine Treppe, sondern auch über eine Rutsche. Alle Ein- beziehungsweise Ausgänge sind überdacht, damit sie bei schlechtem Wetter Schutz bieten oder trotzdem zum Lüften geöffnet werden können. Insgesamt bleibt genug Platz, um das Gebäude bei Bedarf langfristig um weitere Gruppenräume zu erweitern.

Mit dem Bau des Kindergartens hatte der Gemeinderat vor gut drei Wochen die Firma Eurokindergarten mit Sitz in Warthausen beauftragt. Die Kosten liegen bei knapp drei Millionen Euro. Von der Beauftragung eines Generalunternehmers erhofft sich die Stadt Sicherheit sowohl im Kosten- als auch im Zeitplan. Darüber hinaus gibt es einen Ansprechpartner für alle Anliegen.

Nötig ist der Kindergarten-Neubau vor allem wegen der mangelhaften Bausubstanz der Tagesstätte am Stadtgarten. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 können die Mädchen und Jungen umziehen. Ihr alter Kindergarten wird dann abgerissen.

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