Landratsamt erlässt Abkochgebot

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Die Einwohner des Bereichs von Großschönach bis Aftholderberg sollten ihr Trinkwasser bis auf Weiteres sprudelnd abkochen.
Die Einwohner des Bereichs von Großschönach bis Aftholderberg sollten ihr Trinkwasser bis auf Weiteres sprudelnd abkochen. (Foto: Roland Weihrauch/dpa)
Schwäbische Zeitung

Wegen Keimen im Trinkwasser hat das Landratsamt Sigmaringen am Dienstag ein Abkochgebot für Leitungswasser für den Bereich von Großschönach bis Aftholderberg erlassen. Wie Herdwangen-Schönachs Bürgermeister Ralph Gerster am frühen Abend mitteilte, waren zuvor coliforme Keime festgestellt worden. Vorsorglich und zur Desinfektion werde das Trinkwasser ab sofort mit Chlor versetzt.

Das Abkochgebot für Leitungswasser gilt, bis die nötige Chlorkonzentration im gesamten Wassernetz erreicht ist. „Trinkwasser soll sprudelnd abgekocht werden, sofern es für den Verzehr, zum Kochen, Abwaschen von Speisen, Spülen von Lebensmittelgefäßen oder zur Zahnhygiene oder Wundreinigung verwendet wird“, schreibt Ralph Gerster in einer Pressemitteilung. Nicht abgekocht werden muss das Wasser für die Körperpflege, beim Waschen, Duschen oder Baden, sofern das Wasser nicht mit offenen Wunden in Kontakt kommt und nicht getrunken wird. Auch für die Fütterung von Haustieren oder Vieh muss Trinkwasser nicht abgekocht werden. Die betroffenen Haushalte sollen noch mit einem Flugblatt über das Abkochgebot informiert werden.

„Derzeit suchen wir nach der Ursache für das Messergebnis“, schreibt Ralph Gerster. „Wir können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ausschließen, ob nicht auch ein Fehler bei der Probennahme vorliegt oder die Wasserproben nachträglich verkeimt worden sind.“ Auf der Internetseite der Gemeinde und in der Tageszeitung will die Verwaltung bekannt geben, wenn das Abkochgebot aufgehoben werden kann.

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